Alle Artikel in: Residenz München

 

Von der Mitte des 16. Jahrhunderts bis zur Revolution und der Absetzung der Wittelsbacher 1918 ist die Münchner Residenz die wichtigste Regierungszentrale und das Herz Bayerns gewesen. Die zahlreichen Geschichten, welche dieser besondere Schauplatz bisher erlebt hat, werden in dieser besonderen Kategorie von unserem Kurator Dr. Christian Quaeitzsch mit einer guten Portion Humor erzählt!

Ein diplomatisches Geschenk mit (Vogel-)Pfiff! – Das Sèvres-Service für Kurfürst Karl Theodor in der Residenz

Man weiß nicht so recht, wie man sich den historischen Moment 1708 vorstellen soll, in dem der Alchemist Johann Friedrich Böttger nach ersten Vorstufen statt ursprünglich versprochenem Gold das erste Stück Porzellanmasse aus seinen Tiegeln schabte. Hat der vom sächsischen Kurfürsten August dem Starken sicherheitshalber in Gewahrsam genommene Entdecker geflucht („doch kein Gold“), sich vor die Stirn geschlagen, weil endlich der chemische Groschen gefallen war („natürlich! Zugabe von Kaolin – „Porzellanerde“ !!“)? Vor allem aber – hat er erahnt, was seine Entdeckung für die weitere Geschichte des europäischen Kunsthandwerks bedeuten würde?

(Schnee)Weiß und (Kobalt)Blau – was Bayern und China verbindet: Die Ostasiensammlung stellt sich vor!

„Sammeln verbindet – Museum collections make connections“ – das ist das Motto des Internationalen Museumstags (#IMT14) am 18. Mai 2014. Begleitend dazu findet aktuell eine besondere Social Media Aktion zum Thema: „Collection / Sammlung“ (#myCollection14) statt. Mit der Vorstellung unserer „Ostasiensammlung“ machen wir bei #myCollection14 mit! Seit einigen Wochen präsentiert sich die Ostasiensammlung des Residenzmuseum in rundum verjüngter Gestalt – in den vergangenen Monaten wurden die aus konservatorischer Sicht nicht mehr befriedigenden Vitrineneinbauten in kräftigen Farben erneuert und mit einer neuen, schonenden LED-Beleuchtung ausgestattet, alle Stücke gereinigt und die Aufstellung um einige neue, in der letzten Zeit restaurierten Objekte ergänzt.

Ein verlorenes Paradies – das Teekabinett der Kurfürstin Maria Anna

Wer heute als Besucher der Residenz durch die sogenannten Kurfürstenzimmer aus der Mitte des 18. Jh. wandert, wundert sich vielleicht, dass sich in der Mitte der Raumflucht die ansonsten weiträumigen Gemächer, in die regelmäßig eine übliche Münchner Single-Wohnung inklusive Flur-Küche-Bad-Minibalkon zu passen scheint, auf einmal zu zwei vergleichsweise engen Zimmerchen zusammenziehen.