
Zeitgenossen staunten über die Vielzahl adeliger Gäste, die höfische Pracht sowie Unmengen teurer Speisen und Getränke. Die Inszenierung war Absicht: Hochzeiten boten Gastgebern und Gästen die Chance, Macht und Rang weithin sichtbar vorzuführen. Die teilweise Einbindung der Bevölkerung sollte Zugehörigkeit stiften, vor allem aber Herrschaft und gesellschaftliche Ordnung festigen. Ausführliche Berichte über die Hochzeiten in Eger 1459, Amberg und Urach 1474 sowie Landshut 1475 erlauben Einblicke in Entwicklung und Ablauf, ermöglichen aber auch Rückschlüsse auf weniger gut überlieferte Feste. Diese lassen sich spielerisch in der „Hochzeitstorte“ der Landshuter Ausstellung erkunden. © BSV, Aleksandra Bezuszko
