Alle Artikel in: Hinter den Kulissen

 

Hier möchten wir einen persönlichen Blick hinter die Kulissen der Bayerischen Schlösserverwaltung ermöglichen: Was haben heutige Kastellane in einem Schloss zu tun, an was arbeiten unsere Restauratoren und was machen eigentlich unsere Gärtner im Winter? Wir möchten Euch die unentdeckten Seiten der Bayerischen Schlösserverwaltung zeigen und unsere Objekte auf diese Art auch außerhalb der Öffnungszeiten für Euch zugänglich machen.

Karyatiden Bildhauer

Gerechtigkeit und Beharrlichkeit für die Gelbe Treppe! – Teil 3

Nun ist es endlich so weit, die Tonmodelle der beiden Karyatiden für das Prunkportal werden in Gips gegossen – unser Video zeigt alle Arbeitsschritte! Zur Erinnerung: Die von Leo von Klenze entworfene „Gelbe Treppe“ in der Residenz München ist im Krieg zerstört worden und wird von der Bayerischen Schlösserverwaltung mit großem Aufwand rekonstruiert. Dazu gehört die Neuschöpfung der Portalskulpturen, sog. Karyatiden, nach alten Plänen und Fotografien. Dieser komplexe Prozess lässt sich in drei Abschnitte gliedern. Der erste Schritt, beschrieben in Teil 1, ist die Ausformung eines Modells im Maßstab 1:3. Wenn die richtige Ausgestaltung gefunden ist, wird sie in die Originalgröße, also in ein 1:1-Modell übertragen. Diesen Vorgang beschreibt Teil 2 unserer kleinen Serie. Den Abguss mit Gips in der Technik der „verlorenen Form“ haben wir mit der Videokamera begleitet. Das Ergebnis seht ihr hier: Weil doch immer wieder Fragen auftauchen, warum man in heutiger Zeit mit alten kunsthandwerklichen Methoden arbeitet, wollen wir hier die wichtigsten Antworten geben: Warum arbeitet man nicht gleich an der endgültigen Positivform? Die Herstellung einer Gipsskulptur bedürfte eines sukzessiven Aufbaus …

Einblick in die Gärtnerei

Unterwegs mit … Gärtnermeister Georg Bauer

Wenn alle Besucher die Eremitage verlassen haben, geht unser Gärtnermeister Georg Bauer gern noch eine Runde durch den Park. Gern sitzt er dann im Parterre am Alten Schloss und fragt sich, wie seine Vorgänger seine Aufgabe angegangen sind, wie sie die Beete angelegt und gepflegt haben. Für ein Interview traf ich ihn an seinem Lieblingsplatz – ein schattiger Sitzplatz hinter dem Gärtnerhäuschen, das neben der Gärtnerei liegt und sein Zuhause ist. Warum er diese Nähe zu seinem Arbeitsplatz sehr genießt, hat er uns in einem Interview verraten. Was ist Ihre Aufgabe in der Gärtnerei der Eremitage Bayreuth? Ich bin der Gärtnermeister, auch Betriebsleiter genannt, und bin zuständig für die Anzucht und die Produktion der Pflanzen von über 70 Gattungen, die wir später in die Beete bringen. Damit beliefern wir nicht nur die Eremitage, sondern auch den Hofgarten des Neuen Schlosses, Fantaisie, Sanspareil, Kulmbach und auch Coburg – eigentlich decken wir ganz Nordbayern ab. Dass wir selber unsere Pflanzen kultivieren, hat viele Vorteile. So können wir uns gut auf die Witterung einstellen. Falls es also am …

reiherfigur restaurierungszentrum schlösserverwaltung

Wie Phönix aus der Asche: Die Restaurierung eines Rokokotischs mit Reiherskulptur

Das Neue Schloss Bayreuth bewahrt einen wertvollen Bestand besonderer Bildhauermöbel. So manches dieser Möbel hat seit seiner Fertigung eine bewegte Geschichte erlebt. Besitzerwechsel des Schlosses ließen auch das Mobiliar wandern, das selbst vor Kriegsschäden nicht gefeit war. Ein Beispiel eines solchen Möbelstücks aus der Zeit um 1750 und dessen Weg von der Ruine zum Prachtstück stellen wir heute vor.

Impressionen aus dem Fotoarchiv

Das Fotoarchiv als Speicher unseres kulturellen Gedächtnisses

Wenn ich erzähle, dass ich in einem Fotoarchiv arbeite, dann ist die Reaktion meines Gegenübers meist etwas verhalten – „ah, ja … das ist bestimmt interessant.“ Wer an ein Archiv denkt, sieht vermutlich vor seinem inneren Auge einen dunklen Raum, drehbare Regale, Schubladen mit Kartons und Kuverts und Menschen mit weißen Handschuhen, die vorsichtig in irgendetwas blättern.

pelargonienausstellung nymphenburg

Von royaler Sammelleidenschaft zur Pflanzenausstellung

Von Lisa Caroline Heun Die Nymphenburger Pelargoniensammlung Mit Beginn der Renaissance entwickelte sich ein stetiges Interesse am Sammeln alles Exotischen, welches sich auch auf die Gartenkunst und die Ausstattung der herrschaftlichen Gärten erstreckte. Viele einflussreiche Herrschaftshäuser unterhielten Sammlungen seltener Pflanzen, die gute botanische und gärtnerische Kenntnisse voraussetzten.

Kostümbuch Erde Markgräfliches Opernhaus Bayreuth

Vom Buch auf die Bühne: Die Rekonstruktion zweier barocker Festkostüme

Von Cordula Mauß & Dorothea Nicolai Was wäre das barocke Theater ohne seine Kostüme? Und nicht nur das Theater: Ohne Verkleidungen ging in der barocken Hofkultur wenig: Ob Maskenbälle, Reiterspiele oder eben Theateraufführungen – kaum eine höfische Festlichkeit kam ohne Kostüme aus. Die Markgrafen von Bayreuth bildeten hier keine Ausnahme.

benno gelbe treppe bildhauer residenz münchen

Gerechtigkeit und Beharrlichkeit für die Gelbe Treppe! – Teil 2

Im ersten Teil unserer kleinen Serie haben wir über das Projekt „Gelbe Treppe“ in der Residenz München berichtet.  Die ersten Schritte auf dem Weg zur Neuschöpfung der beiden Karyatiden, die das Portal am Ende der Treppe tragen, zeigten wir als Slideshow. Das Modell einer der Skulpturen im Maßstab 1:3 war entstanden.

karyatiden residenz münchen

Gerechtigkeit und Beharrlichkeit für die Gelbe Treppe! – Teil 1

Was sich auf den ersten Blick liest wie die Parole aus einer politischen Streitschrift, beschreibt in Wahrheit die anspruchsvolle Aufgabe, die unserem Bildhauer Benno Ortner übertragen wurde: Es handelt sich um die Neuschöpfung zweier verlorener Gipsskulpturen nach alten Vorbildern, ausgeführt und erzählt in drei Etappen.

die3vom RZ

Ein gutes Bild bildet… Das Restaurierungszentrum auf Instagram

Instagram? Im Kollegenkreis des Restaurierungzentrums (RZ) war nicht jeder davon überzeugt, dass es sinnvoll sein könnte, sich an den Social-Media-Aktivitäten der Schlösserverwaltung zu beteiligen. Als Restauratorin in diesem Arbeitsbereich interessiert mich die Vermittlung unseres Wissens an Laien aber schon lange, digitale Medien „liegen“ mir auch – also ergriff ich sehr gerne diese Möglichkeit zu posten.