Alle Artikel in: Lieblingsstücke unserer Autoren

Unsere einzigartigen Schlösser und Burgen, Gärten und Seen spiegeln die vielfältige Kultur, Natur und Geschichte Bayerns wider und haben viel zu erzählen. Die persönlichen Lieblingsstücke unserer Autoren wollen wir Euch in dieser Kategorie vorstellen.

Ludwig Christuskind Trausnitz

König Ludwig II. und das Jesuskind in der St. Georgskapelle auf der Burg Trausnitz

Es ist ein stilles Bild wie man es zur Weihnachtszeit oftmals sieht: Das Christkind – auf dem Schoß der Gottesmutter Maria sitzend – wird ehrfurchtsvoll angebetet. In der St. Georgskapelle auf der Burg Trausnitz in Landshut überrascht dieses Motiv mit einer Besonderheit: Hier kniet König Ludwig II. in prächtigem Gewand vor dem Jesuskind, das ihn mit offenen Armen begrüßt.

maurischer kiosk linderhof

Morgenländisches Flair in Bayern – Ludwigs II. orientalische Bauten im Schlosspark Linderhof

Gerade in dieser ungewöhnlichen Zeit träumen wir gerne von exotischen Paradiesen oder begeben uns beizeiten auf imaginäre Reisen in weit entfernte Länder und zu längst vergangenen Orten. Diese Sehnsucht nach dem Fernen und Unbekannten kann wohl nahezu jeder nachempfinden. So ist es im Grunde nicht weiter verwunderlich, dass auch Ludwig II. gerne von solchen Sehnsuchtsorten träumte – mit dem kleinen Unterschied, dass ihm die reine Vorstellung nicht genügte.

Aphrodite Aphrodisias

Aus Altötting oder aus Aphrodisias? – die dunkle Göttin des Antiquariums

Häufig erreichen uns Anfragen interessierter BesucherInnen zu einem ganz speziellen Stück aus den Sammlungen des Residenzmuseums: Weit oben auf der Liste stehen von jeher neugierige Erkundigungen, warum die Prunkbetten so hohe Liegeflächen haben (haben sie nicht, es handelt sich um kastenförmige „Tagesdecken“) oder warum die „Krone einer englischen Königin“ ausgerechnet im Schatz der bayerischen Herrscher glänzt (Relikt einer vorteilhaften Eheverbindung der pfälzischen Wittelsbacher mit dem Haus Lancaster). Ungewöhnlich ist hingegen die kürzlich eingegangene Bitte um Informationen zu der „Schwarzen Madonna“ im Antiquarium.

Reisekabinett Plassenburg

Renaissance-Reisekabinett um 1560 – Neues Schmuckstück für die Plassenburg

Von der Museumsreferentin für die Plassenburg Katharina Heinemann und dem Leiter der Möbelrestaurierung Heinrich Piening Das neueste Schmuckstück für die Ausstattung der historischen Räume der Plassenburg ist in geschlossenem Zustand ein schlichter Kasten, der rundum von einer glatten Haut mit farbigen Hölzern überzogen ist. Im geöffneten Zustand offenbart er sich als Kabinettschrank, der von seinem Besitzer als mobiler Schreibarbeitsplatz mit auf Reisen genommen werden konnte. Man könnte sagen, eine Art Vorläufer des Laptops.

Ein Waldkauz aus Nymphenburger Porzellan

Die Museumsabteilung der Bayerischen Schlösserverwaltung konnte vor einiger Zeit einen fast lebensgroßen Waldkauz ankaufen. Der Porzellankauz, der 1915 in der Nymphenburger Porzellanmanufaktur gefertigt wurde, ist nun nach Nymphenburg zurückgekehrt. Als Keramikspezialistin freue ich mich ganz besonders über diesen hübschen, sehr gut erhaltenen Vogel. Seit Januar 2021 ist er in der Nymphenburger Porzellansammlung Bäuml im Obergeschoß des Marstallmuseums ausgestellt, wo er dem anderen Federvieh beste Gesellschaft leistet. 2017 wurde der Waldkauz übrigens zum Vogel des Jahres gekürt.

reitkunst in ansbach ulanen

Militärische Reitkunst in Ansbach

Derzeit arbeitet die Bayerische Schlösserverwaltung an einem neuen Ausstellungsraum zu den Pferden des Ansbacher Hofs im 18. Jahrhundert, insbesondere zu drei historisch bedeutsamen Pferdepräparaten. Von vielen Ansbachern stark vermisst, waren die kuriosen Vierbeiner viele Jahre nicht ausgestellt. Als kleinen Vorgeschmack und für mehr Hintergrundinformationen gibt es für euch auf unserem Blog nun ein paar spannende Beiträge rund um das Thema „Pferde am Hof“. Heute erzählt Christian Lucae von der langen Tradition der militärischen Reitkunst in Ansbach und seinem Urgroßonkel, einem echten Ansbacher Ulanen!

Der Pferdekenner Residenz Ansbach

„Der vollkommene Pferde-Kenner“ – Ein Handbuch für barocke Pferdefreunde

Derzeit arbeitet die Bayerische Schlösserverwaltung an einem neuen Ausstellungsraum zu den Pferden des Ansbacher Hofs im 18. Jahrhundert, insbesondere zu drei historisch bedeutsamen Pferdepräparaten. Von vielen Ansbachern stark vermisst, waren die kuriosen Vierbeiner viele Jahre nicht ausgestellt. Als kleinen Vorgeschmack und für mehr Hintergrundinformationen wird es hier in den nächsten Wochen ein paar spannende Beiträge rund um das Thema „Pferde am Hof“ für euch geben.

Linderhof

Ludwig II. kauft den Linderhof am 19. Mai 1869

Die Schwaige »Linderhof« war einst Zehentbesitz des Klosters Ettal. Nach der Säkularisation 1803 kam sie in Privatbesitz. Maximilian II., der Vater Ludwigs II., war seit 1842 im Graswangtal zur Jagd und bewohnte seitdem bei diesen Aufenthalten ein Nebengebäude des Linderhofes. So war es neben dem durch Kindheitserlebnisse vertrauten Schwangau vor allem das Graswangtal, das Ludwig II. schon als Kronprinz wiederholt bei Jagdausflügen von Hohenschwangau aus kennengelernt hatte.