Alle Artikel in: Geheimnisse

Unsere einzigartigen Schlösser und Burgen, Gärten und Seen spiegeln die vielfältige Kultur, Natur und Geschichte Bayerns wider und haben viel zu erzählen. In dieser Kategorie wollen wir für Euch das ein oder andere Geheimnis aus unseren Häusern lüften.

Hand reichen Hochzeit Landshut Wirksam Ausstellung

Goldene Wagen, Frauenzimmer und jede Menge Pferde: Der Standard fürstlicher Hochzeiten im Spätmittelalter

„Am Sonntag kommt man und am Montag sticht man, am Dienstag rennt man und am Mittwoch zieht man fort.“ Mit diesen lapidaren Worten fasste Albrecht Achilles von Brandenburg (1414–1486) spätmittelalterliche Fürstenhochzeiten zusammen und zeigte damit deutlich, was ihm – und wohl vielen Herren – am wichtigsten war, doch spiegelt es nicht ansatzweise den Aufwand wider, der für solche Feste betrieben wurde, auch und gerade von Albrecht Achilles.

Damenhygiene Beischlaf Spätmittelalter

Hinter verschlossenen Türen? – Beilager, Schwangerschaft und Damenhygiene

„… am Morgen, als wir sie das erste Mal beschlafen hatten …“, so schrieb Friedrich von Brandenburg (1424–1463) im Februar 1449, am Tag nach seiner Hochzeit mit Agnes von Pommern (1434–1512). Dabei handelt es sich keineswegs um einen Tagebucheintrag oder einen intimen Privatbrief, sondern um ein höchst offizielles Dokument, das eine Besitzüberschreibung fixiert. Vereinzelt legen schriftliche Quellen und Abbildungen nahe, dass beim Vollzug der Ehe – also dem ersten Geschlechtsverkehr des fürstlichen Hochzeitspaars – Zeugen anwesend waren. Aber stimmt das wirklich?

Lüster Herrenchiemsee

„Möbel der Lüfte“ – zwei Kronleuchter aus dem Prunktreppenhaus im Neuen Schloss Herrenchiemsee unter die Lupe genommen

Ein Beitrag von Veronika Endlicher, Theresa Häusl und Oliver Schach // „Möbel der Lüfte“ – so umschrieb Peter Rath ein charakteristisches Produkt des Wiener Handwerksbetriebs Lobmeyr, das in großer Stückzahl für Schloss Herrenchiemsee hergestellt wurde und das weit mehr als bloße Funktionalität verkörperte: 54 Kristalllüster schmücken die historischen Prunkräume des Schlosses.

Residenz Ansbach Surtout Engel

Fürstlich Tafeln beim Ansbacher Markgrafen: Ein neu angekaufter Tafelaufsatz aus Ansbacher Porzellan

Was gibt es Schöneres, als an Weihnachten an einer festlich gedeckten Tafel, gemeinsam mit seinen Liebsten, aufs Christkind oder den Weihnachtsmann zu warten? Sicherlich habt ihr dafür das gute Geschirr herausgeholt, vielleicht auch das Tafelsilber auf Hochglanz gebracht. Auch in der Residenz Ansbach pflegte die Markgräfliche Familie das feierliche Tafeln.

Linderhof Schnee Kutsche Aquarell

Heinrich Breling & König Ludwig II.

Vor 175 Jahren, am 14. Dezember 1849, wurde der Maler Heinrich Breling in Burgdorf östlich von Hannover geboren. Der heute kaum mehr bekannte Historienmaler war unter König Ludwig II. viel beschäftigt und fertigte faszinierende Ansichten vom Schlossareal Linderhof an. Nach dem Tod des Königs sank sein Künstlerstern in Bayern und er zog sich mit seiner Familie in die norddeutsche Heimat zurück. An seine Erfolge in der Münchner Zeit konnte er dort nicht mehr anschließen. Mit den Königsschlössern Ludwigs II. aber ist sein Werk bis heute untrennbar verbunden, woran dieses Kalenderblatt an seinem 175. Geburtstag erinnern soll.

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Faszination Farbe – Untersuchung eines Reisefarbkastens

Bevor Mitte des 19. Jahrhunderts die Farbtube patentiert wurde, mussten Künstler auf kreative und oft umständliche Lösungen zurückgreifen, um ihre Ölfarben für die Malerei im Freien transportfähig zu machen. Statt der praktischen Tuben, die für uns heute allgegenwärtig sind, dienten damals kleine, fest verschnürte Säckchen aus Schweinsblase als Farbbehälter. Ein besonders gut erhaltenes Beispiel dieser historischen Reisefarbkästen wird derzeit in unserem Restaurierungszentrum untersucht.