Der Felsengarten Sanspareil – ein Garten ohnegleichen
Im Buchenhain an der mittelalterlichen Hohenzollern-Burg Zwernitz ließ Markgraf Friedrich ab 1744 einen ungewöhnlichen Garten anlegen. Zwei Jahre später, noch während der Bauzeit, soll eine Hofdame beim Anblick des Gartens ausgerufen haben: „Ah, c‘est sans pareil“ – „Das ist ohnegleichen!“ Daraufhin ordnete Markgraf Friedrich die Umbenennung des Ortes „Zwernitz“ in „Sanspareil“ an. Im Felsengarten Sanspareil spielt die dramatische Naturszenerie mit den massiven Felsformationen die Hauptrolle, lediglich erschlossen durch geschwungene Wege im Bereich des Hains und geradlinig verlaufende Bogengänge östlich davon. Exotisch wirkende Kleinarchitekturen wie das Belvedere und der Morgenländische Bau ergänzten die Anlage ebenso wie ländliche Retirade-Hütten. Geometrische Gartenbezirke waren in Sanspareil lediglich an den Rändern der Anlage im Westen und ganz im Osten zu finden: Im Westen befand sich das Gebäudeensemble mit dem Morgenländischen Bau, dem Küchenbau sowie dem Markgrafen- und dem Burggrafenhaus. Nördlich des Markgrafenhauses waren mehrere Gelände-Terrassen angelegt. Im Osten war es der ungewöhnliche, „hängende“ Garten auf dem Belvederefelsen, der ebenfalls terrassiert war. Der Belvederefelsen lag außerhalb des alten Buchenhains, vor dem Felsen wurden geschnittene Hecken und Bogengänge angelegt, wie der folgende Stich …










