Alle Artikel mit dem Schlagwort: Schloss Nymphenburg

Maria Antonia von Bayern

Maria Antonia Walpurgis – bayerische Prinzessin, sächsische Kurfürstin, Künstlerin mit vielen Talenten

Maria Antonia Walpurgis (lebte 1724-80), geborene Prinzessin von Bayern und spätere Kurfürstin von Sachsen, sticht unter den musikbegeisterten Mitgliedern der Wittelsbacher Dynastie als vielseitige Künstlerin hervor, die mit ihren Werken weit über die höfische Liebhaberei hinausging. Sie wirkte als Opernkomponistin, Librettistin und Sängerin, daneben auch als Schriftstellerin und Malerin. „Euch, Madame, war es vorbehalten, so viele Talente zu großen Tugenden zu vereinigen“ urteilte Friedrich der Große, mit dem sie lange Zeit korrespondierte. Bayerisch-sächsische Doppelhochzeit Maria Antonia war die älteste Tochter des bayerischen Kurfürsten Karl Albrecht (reg. 1726-45) und seiner Gemahlin, der Habsburger Kaisertochter Maria Amalia. Ihrem Geburtsmonat Juli entsprechend kam sie 1724 in der Sommerresidenz Schloss Nymphenburg zur Welt. Am 13. Juni 1747 kam es in München zu einem erstaunlichen Ereignis: „per procuram“ – also in Abwesenheit des Bräutigams – heiratete Maria Antonia den sächsischen Kurprinzen Friedrich Christian, während gleichzeitig ihr Bruder Max III. Joseph, inzwischen bayerischer Kurfürst, dessen Schwester, die sächsische Prinzessin Maria Anna ehelichte, ebenso in Abwesenheit der Braut. Diese bayerisch-sächsische Doppelhochzeit zweier Geschwisterpaare war der Beginn nachhaltiger enger Beziehungen zwischen den nun …

Pumpwerk Johannisbrunnhaus

Instandhaltung des Pumpwerks im Johannisbrunnhaus des Nymphenburger Schlosses

Wie jedes Jahr zu Ostern wird zur Freude zahlreicher Besucher die vier Meter hohe Fontäne im Ehrenhof von Schloss Nymphenburg den Anblick der imposanten Sommerresidenz der Wittelsbacher komplettieren. Dass dieses nicht selbstverständlich ist, wissen die Mitarbeiter des Restaurierungszentrums der Bayerischen Schlösserverwaltung.

Kurfürstin Maria Leopoldine

Maria Leopoldine von Österreich-Este – die „Retterin des Wittelsbacher Throns“

Weiter geht es mit unserer Blogreihe rund um das Leben und Wirken weiblicher Persönlichkeiten, die in Verbindungen mit unseren Schlössern, Burgen und Residenzen stehen. Eine ganz besonders spannende Frau ist heute im Fokus: Maria Leopoldine von Österreich-Este (1776-1848). Die in Mailand geborene Erzherzogin war nur vier Jahre Kurfürstin von Bayern und der Pfalz, allerdings in politisch bedeutender Mission. Danach avancierte sie als Gutsbesitzerin und erfolgreiche Geschäftsfrau zur damals reichsten Frau Bayerns. Ihre Biographin Sylvia Krauss-Meyl attestiert der temperamentvollen Habsburgerin eine geistige und materielle Unabhängigkeit wie sie kaum eine andere Frau ihrer Zeit hatte.

Ein Waldkauz aus Nymphenburger Porzellan

Die Museumsabteilung der Bayerischen Schlösserverwaltung konnte vor einiger Zeit einen fast lebensgroßen Waldkauz ankaufen. Der Porzellankauz, der 1915 in der Nymphenburger Porzellanmanufaktur gefertigt wurde, ist nun nach Nymphenburg zurückgekehrt. Als Keramikspezialistin freue ich mich ganz besonders über diesen hübschen, sehr gut erhaltenen Vogel. Seit Januar 2021 ist er in der Nymphenburger Porzellansammlung Bäuml im Obergeschoß des Marstallmuseums ausgestellt, wo er dem anderen Federvieh beste Gesellschaft leistet. 2017 wurde der Waldkauz übrigens zum Vogel des Jahres gekürt.

König Ludwig II. als Kind

Der Ort wo alles begann – Ludwig II. und Schloss Nymphenburg

Fällt der Name König Ludwig II., so denken die meisten Menschen sofort an Schloss Neuschwanstein, Schloss Linderhof oder Schloss Herrenchiemsee. Bilder von idyllisch gelegenen, fantastischen Bauwerken dürften den meisten vor dem inneren Auge erscheinen. Nur wenige werden vermutlich den bayerischen Monarchen in Verbindung mit Schloss Nymphenburg bringen. Und dies, obwohl die Lebensgeschichte Ludwigs II. im Jahre 1845 hier beginnt, damals noch vor den Toren Münchens, der königlichen Residenzstadt.

Ellingen Schlosskapelle

„Unter Clemens August da trug man blau und weiß, da lebte man wie im Paradeis …“ Ein Wittelsbacher am Rhein

Von Benedikt Bauer Als eine der bedeutendsten Dynastien der Frühen Neuzeit regierten die Wittelsbacher nicht nur in Bayern und der Pfalz, sondern beherrschten zwischen 1583 und 1761 auch das Kölner Erzstift. Der wichtigste der fünf Wittelsbacher Kurfürsten und Erzbischöfe war der als “Monsieur de cinq églises“ bekannte Bruder des bayerischen Kurfürsten Karl Albrecht (1697-1745), Clemens August von Bayern (1700-1761), dessen Spuren noch heute auch in bayerischen Schlössern – wie Schloss Nymphenburg oder der Residenz Ellingen – zu finden sind.

Eingang Magdalenenklause

Tief verborgen: Die Magdalenenklause im Nymphenburger Schlosspark

Eigentlich ist es ganz einfach. Man geht durch den Haupteingang in den Nymphenburger Schlosspark, geradeaus am großen Parterre mit Fontaine vorbei und am Bassin des Mittelkanals rechts über die Brücke. Wendet man sich dann erneut nach rechts und geht immer geradeaus in den Landschaftspark hinein, sieht man bald die Umrisse eines Gebäudes zwischen den Bäumen hervorblitzen: Die Magdalenenklause. Doch obwohl der Weg zu ihr so einfach erscheint, musste ich so manches Mal meine Suche nach ihr abbrechen, sie erschien nahezu von den Bäumen verschluckt. Hat das letzte Hinweisschild nicht in diese Richtung gedeutet? Dann müsste ich doch schon längst da sein! Die Behausung eines Eremiten Tief verborgen ist sie, die Klause. Und das ist kein Zufall, denn sie wurde zwischen 1725 und 1728 von Joseph Effner als Behausung für einen Eremiten erbaut, weshalb sie in einem „verwilderten“ Teil des Parks steht. Dabei gleicht das Gebäude einer Ruine: Die Ziegelwände tragen zahlreiche Risse und der Putz scheint zu bröckeln. Doch ist die Magdalenenklause keinesfalls dem Verfall nahe, denn ihr Aussehen war bereits bei Ihrer Erbauung so …

Johann Heckler (1883-1973) – Aus dem Leben eines königlichen Hof-Vorreiters

Im Marstallmuseum (Schloss Nymphenburg) gibt es ganz aktuell einen neu gestalteten Raum zum Münchner Hof-Marstall. Was ist ein Marstall und wer arbeitete dort? Diese und viele weitere Fragen werden dort beantwortet. Ein Album mit Familienfotos zum Blättern und eine Hörstation berichten vom Leben Johann (Hans) Hecklers. Er war einer der letzten Hof-Bediensteten des Münchner Marstalls. In der Hörstation erzählt seine Enkelin aus den Erinnerungen ihres Vaters und Großvaters. Im folgenden Beitrag unserer Referentin für das Marstallmuseum könnt Ihr vorab schon einmal reinhören!

Saturn_mit Kindern

Homeschooling im Olymp

Schlösser und Museen waren bis letzte Woche geschlossen und unsere Kinder Zuhause im sogenannten Homeschooling. Um dem Lagerkoller zu entkommen, nutzen wir als Familie immer wieder die geöffneten Parks zur Bewegung an der frischen Luft. Dieses Mal war ein Spaziergang durch den Nymphenburger Schlosspark dran, der unverhofft zu einer Lehrstunde in antiker Mythologie wurde.

Musikschlitten im Marstallmuseum Nymphenburg

Das Schlitten-Harmoniemusik-Ensemble spielt auf! Bemerkenswertes zum Musikschlitten im Marstallmuseum Schloss Nymphenburg

Was, der Musikschlitten im Marstallmuseum ist Euch noch nie aufgefallen? Oder Ihr habt ihn dort nach dem überwältigenden Barock- und Neorokoko-Prunk aus dem ersten Museumstrakt übersehen, als Ihr zum Spurt durch die gegenüberliegende Wagenhalle angesetzt haben? Tja, manchmal lohnt es sich, stehenzubleiben. Denn dieses auf den ersten Blick mit seinen blaubetuchten, langen Sitzbänken und dem mit Löwenkopf verzierten Reitsitz etwas befremdlich anmutende Gefährt ist ein herausragendes Einzelstück – nicht nur für die Nymphenburger Sammlung, sondern darüber hinaus.