Alle Artikel mit dem Schlagwort: Schloss Nymphenburg

Prinzengarten Nymphenburg, Blick auf Hexenhaeuschen

Verwunschene Orte: Der Kronprinzengarten mit Pavillon im Nymphenburger Schlosspark

Von Lena Griesbeck Nachdem das Spazierengehen seinen Ursprung im aristokratischen „Lustwandeln“, dem Flanieren durch Gärten und Barockparks hatte, kam diese Art der Freizeitbeschäftigung im 18. Jahrhundert auch unter Bürgerlichen in Mode und prägte unmittelbar die Entwicklung von Parkanlagen. Die Bewegung an der frischen Luft gilt als nahezu heilsam für Körper und Geist. In unserem oft so stressigen Alltag tragen Spaziergänge zur Entspannung und körperlichem Wohlbefinden bei. Während der kleinen Auszeit können sich Gedanken neu sortieren und der Kopf klar werden. Abseits der Touristenströme… Obwohl alle Hofgärten, Schlossparks und Gärten der Bayerischen Schlösserverwaltung Spaziergänger zum Herumstreifen, Entdecken und Verweilen einladen, gibt es in ihnen jedoch manchmal auch noch ganz besondere Wege und Orte zu entdecken. Etwas weiter entfernt von den Touristenströmen befinden sich weniger bekannte, „verwunschene“ Plätze. Einer davon ist der Kronprinzengarten mit Pavillon im Nymphenburger Schlosspark. Ein Gärtchen für Kronprinz Ludwig Um den Kronprinzengarten zu finden, müsst ihr gar nicht lange suchen. Anstatt den Schlosspark durch die Haupttore, links und rechts des Mittelbaus zu betreten, wählt ihr das Seitentor am südlichen Wassergang. Von dort aus …

pelargonienausstellung nymphenburg

Von royaler Sammelleidenschaft zur Pflanzenausstellung

Von Lisa Caroline Heun Die Nymphenburger Pelargoniensammlung Mit Beginn der Renaissance entwickelte sich ein stetiges Interesse am Sammeln alles Exotischen, welches sich auch auf die Gartenkunst und die Ausstattung der herrschaftlichen Gärten erstreckte. Viele einflussreiche Herrschaftshäuser unterhielten Sammlungen seltener Pflanzen, die gute botanische und gärtnerische Kenntnisse voraussetzten.

Madonna in Anbetung, Joseph Stieler

Die Madonna kehrt heim – Ein weiteres Kunstwerk Joseph Stielers bereichert seit kurzem Schloss Nymphenburg

Wer Schloss Nymphenburg besucht wird nicht nur von einer beeindruckenden Schloss- und Gartenanlage, einem imposanten Festsaal im Rokokostil oder dem Geburtszimmer Ludwigs II. begeistert berichten können: Auch die  Schönheitengalerie, die im Auftrag König Ludwigs I. von Joseph Stieler von 1827-1850 gemalt wurde, zählt zu den Hauptattraktionen des Schlosses. 36 Bildnisse klassizistischer Porträtkunst zeigen schöne Frauen aus den verschiedensten Gesellschaftsschichten. Stieler schuf jedoch bereits vor der berühmten Schönheitengalerie Kunstwerke für die Sommerresidenz der Wittelsbacher in Nymphenburg. Eines davon möchten wir Euch heute vorstellen.

Cosa Rara Ludwig II

Statt duftendem Heu nur Braten, Forellen und Rotwein… König Ludwig II. und die Pferde

Ludwig II. war zeit seines Lebens ein Pferdenarr und in jungen Jahren auch ein hervorragender Reiter. Stundenlang, so legen es Quellen nahe, sei der junge Ludwig auf der Reitbahn der Münchner Hofreitschule im Kreis geritten, um so für seine Distanzritte in Richtung der geliebten Berge in Form zu bleiben.

Mit Kindern in die Amalienburg

Bei schönem Wetter mit der Familie ins Museum? – na klar!

Es gibt viele Oasen im Münchner Sommer, die in dieser Großstadt zu einem kleinen Kurzurlaub ins Grüne locken. Einer meiner Lieblingsorte ist der Nymphenburger Schlosspark. An einem sonnigen Tag gibt es fast nichts Schöneres, als durch den Park zu schlendern und auf Entdeckungsreise zu gehen. Das höfische Jagdtreiben Als wir das erste Mal gemeinsam als Familie vor einem rosa Schlösschen standen, war meine Tochter natürlich begeistert. Ganz gleich wie vielschichtig die Einflüsse auch sein mögen, so gibt es doch bei den meisten kleinen Mädchen eine Phase, in der diese gerne Prinzessinnen wären und auf Rosa stehen – und hier kamen definitiv diese beiden Aspekte zusammen! „Das ist ein Jagdschlösschen: Die Amalienburg. Kurfürst Karl Albrecht ließ es für seine Frau Maria Amalia vor fast 300 Jahren errichten. Amalia war eine begeisterte Jägerin. Seht ihr über dem Eingang die Jagdgöttin Diana? Daran kann man ablesen, wofür das kleine Schloss steht und ihr werdet noch ganz viele Einzelheiten finden, die an die Jagd erinnern, wenn ihr euch den Stuck genauer anseht. Oben auf dem Dach ist ein Balkon …

Schlittenabteilung Nymphenburg

Kein Helau, aber großes Hallo! Faschingsvergnügen am barocken Münchner Hof

Schon einmal haben wir an dieser Stelle über den Münchner Residenz-Fasching des 17. und 18. Jahrhunderts berichtet – und dabei die an den absolutistischen Höfen hoch beliebten „Bauern-Wirtschaften“ etwas genauer unter die Lupe genommen. Tatsächlich aber wurde in den alljährlichen nasskalten Wochen zwischen Weihnachten und Beginn der vorösterlichen Zeit noch viel mehr geboten – und das war auch in mehrerlei Hinsicht bitter nötig.

Auf Phaetons Spuren: Eine Kutsche fliegt ins Marstallmuseum

Heute mal ein Beitrag aus dem Nymphenburger Marstallmuseum von unseren Kolleginnen Magdalena Bayreuther und Mirjam Brandt: Wie die bayerischen Kurfürsten und Könige alljährlich auch, verlassen wir für diesen Beitrag die Räume der Residenz und begeben uns in die Sommerfrische, nach Schloss Nymphenburg. Dort bot sich Mitte Juni im Stallhof ein Spektakel der besonderen Art. „Kommt `ne Kutsche geflogen…“ dachte sich wohl so mancher zufällig vorbeikommende Mitarbeiter erstaunt beim Anblick eines kleinen Park-Phaetons, der auf einer Spezial-Hebebühne seinen Weg in luftige Höhen antrat.

Schönheiten Galerie Nymphenburg

Böse Mädchen kommen irgendwohin – gute Mädchen kommen an die Wand: Die Schönheitengalerie Ludwigs I.

29. Februar 1868 – ein Schaltjahr: In einer luxuriösen Villa im fashionablen Nizza nimmt ein für die Geschichte der Residenz sehr bedeutsamer Mann seinen finalen Abschied – Ludwig I. (geb. 1786), seit 1848 abgedankter König von Bayern. Hätte er es sich aussuchen können, darf man davon ausgehen, dass er entzückt gewesen wäre, seinen letzten Auftritt auf einen gewissermaßen aus dem üblichen Jahresablauf herausgehobenen Tag zu legen: Hat sich der selbstbewusste Monarch doch schon von seiner (langen) Kronprinzenzeit an bemüht, in der Politik und – für ihn eng und untrennbar mit dieser verknüpft – in Kunst und Kultur markante Zeichen zu setzen!