Alle Artikel in: Tipps und Aktuelles

Titelbild mit Logo - Bayreuth Sanspareil 1

Ein Affe im Rokoko-Schloss, Saurier im Garten? Ein neues Museumskonzept für Sanspareil

Am 8. Mai 2026 öffnet der Morgenländische Bau Sanspareil nach mehrjähriger Restaurierung und mit neuem Museumskonzept seine Türen wieder für die Öffentlichkeit. In der neuen Ausstellung wird so einiges geboten. Die Blogserie zur Neueröffnung verrät mehr. Den Beginn macht die Kuratorin des neuen Museums, Dr. Cordula Mauß, mit Einblicken ins Ausstellungskonzept.

Herzog ernst 200 Jahre Sachsen Coburg und Gotha

Mein Schloss, mein Thron, mein Wappen – Herzog Ernst von Sachsen-Coburg-Saalfeld gemalt von George Dawe

Dieser Beitrag erscheint im Rahmen unserer Blogserie „200 Jahre Sachsen-Coburg und Gotha“. Zum Auftakt widmeten wir uns einer Frau, ohne die der Anbeginn des Doppelherzogtums Sachsen-Coburg und Gotha nicht erzählt werden kann. Diesmal blicken wir auf ihren Ehemann, genauer gesagt auf ein Gemälde von ihm, auf den Maler, der es schuf, und auf einen „Doppelgänger“ des Gemäldes in einem ziemlich bekannten Gebäude…

Mythos, Macht und Türkenbeute – Eine Sonderpräsentation im Nymphenburger Marstallmuseum

Zum 300. Todestag des Kurfürsten Max Emanuel von Bayern thematisiert eine kleine Sonderpräsentation im Nymphenburger Marstallmuseum die sogenannte Türkenbeute des Wittelsbachers, sowie den damit eng verbundenen Mythos des Türkensiegers. Ein prunkvolles Zaumzeug zusammen mit einem dazugehörigen Schweifgurt und zwei goldene Pistolentaschen sind im Jubiläumsjahr im westlichen Flügel des Marstallmuseums zu sehen.

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Mission accomplished: Eine Zollern-Fürstin als Akteurin zwischen Reich und Rom

Barbara von Brandenburg (1422–1481) ist unter den Zollernfrauen des 15. Jahrhunderts eine bekannte Erscheinung, allein schon dank der berühmten Darstellung von Andrea Mantegna im Palazzo Ducale in Mantua: eine Matrone mit Schleier neben dem Markgrafen Ludovico Gonzaga, ihrem Mann, und inmitten einer Schar Kinder. Dass sie dort so selbstverständlich und großformatig als Mittelpunkt dieses adligen „Hauses“ inszeniert wurde, ist kein Zufall. Ihre Ehe gilt als Beispiel einer äußerst geglückten dynastischen Verbindung. Und Barbara war es, die aktiv als Scharnierfigur und besonders WIRKSAM die Achse ihrer familiären Kontakte mit der Kurie ausbaute – damals einer höchst wichtigen Instanz.

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Rebellion statt rote Rosen – Der Kampf um’s eigene Liebesglück der Barbara von Brandenburg

Gerade zum Valentinstag wird, egal ob über Plakate oder berührende Werbeclips, die Bedeutung der wahren Liebe propagiert, in zahlreichen Filmen und Serien wird sie dramatisch inszeniert. Ein Thema, das die Menschen seit jeher beschäftigt. Zu denken, dass es früher doch alles viel einfacher und nicht so verkopft gewesen wäre – vor allem bei den Prinzessinnen – ist weit an der Realität vorbei gedacht.

Sophie von Hannover Titel

Hergebrachte Geschichtsbilder weiten – ein Versuch im Berliner Humboldt Forum

Ein Gastbeitrag von Katja Gimpel und Alfred Hagemann, Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss // Der Name „Hohenzollern“ löst allerlei Assoziationen aus: Bilder von Uniformen und Pickelhauben, vielleicht auch von Sanssouci und dem flötenspielenden „Alten Fritz“ – Preußen eben. Es sind allesamt Bilder von Männern, die mit Vorliebe Friedrich, Wilhelm oder Friedrich Wilhelm hießen. Doch wer denkt bei den Hohenzollern an Barbara, an Anna oder Elisabeth, die im Fokus des Netzwerkprojekts WIRKSAM stehen?

Canovas Venus ResMü

Bewegte Schönheit. Zur Neupräsentation von Antonio Canovas Venus in der Münchener Residenz

Wer der Venus von Antonio Canova begegnet, soll ihr nicht nur frontal gegenüberstehen, sondern sie umschreiten, entdecken und immer wieder neu wahrnehmen können. Genau dieses Prinzip prägte bereits ihre frühe Präsentation und geriet im Laufe der Zeit zunehmend in den Hintergrund. Die aktuelle Neupräsentation knüpft bewusst an diese Idee an und macht Bewegung erneut zum Schlüssel der Betrachtung.

Constantin Pelka Baroqueblockbuster

Was ist Rokoko? Was ist Barock? – Wie man die Stilepochen selbst erkennen kann

Ein Gastbeitrag von „Baroqueblockbuster“ Constantin Pelka // Seit mehr als 5 Jahren reise ich durch Europa, auf der Suche nach kulturellen Trüffeln aus der Ära des Barock und des Rokoko. Seit Anfang an, noch als Student der Kunstgeschichte in München, haben mich besonders auch die Schlösser in Bayern in ihren Bann gezogen.

Blick in die Ausstellung

Schönheit, Macht und Vorurteil – Ein Ausstellungsprojekt zwischen historischen Rollenerwartungen und aktuellem Genderdiskurs

Stellen wir uns Prinzessinnen, also hochadlige Frauen des 15. Jahrhunderts als passive Schönheiten vor, die still im Burgkämmerlein auf ihren Herrn warteten, dann sorgt Margarethe von Brandenburg (1412/13–1465) für die ein oder andere Überraschung. Mehr aber noch irritiert die Beschreibung eines Historikers, der sie als „ein großes, fettes, fleischiges und geiles Weib“ charakterisierte. Dagegen erhielt Margarethes Mutter, Elisabeth von Bayern-Landshut (1383–1442), später den Beinamen „die Schöne“. Wie kam es dazu?

Venusgrotte Plan Technik

Warmwasserpool und Sturzbach für König Ludwig II. in der Venusgrotte

Neben spektakulären elektrischen Farblichtinszenierungen gab es in der Venusgrotte im Schlosspark Linderhof auch weniger auffällige Installationstechnik, die aber ebenfalls für ihre Zeit hochmodern war. Die zumeist in Nebenräumen, Kellern und in der Erde verborgenen Wasser- und Heizvorrichtungen waren für die von König Ludwig II. gewünschte Nutzung der Grotte unabdingbar.