Alle Artikel in: Tipps und Aktuelles

Baroqueblockbuster in der Amalienburg im Schlosspark Nymphenburg

Baroqueblockbuster unterwegs in Münchens prächtigsten Parkanlagen

Ein Gastbeitrag von „Baroqueblockbuster“ Constantin Pelka // Seit mehr als 6 Jahren reise ich durch Europa, auf der Suche nach kulturellen Trüffeln aus der Ära des Barock und des Rokoko. Doch man muss nicht immer weit reisen, um absolute Weltklasse-Kunst zu finden. Oft liegen diese Schätze direkt vor unserer Haustür, mitten in München oder nur einen Steinwurf entfernt im nächsten Schlosspark.

WIRKSAM-Landshut

Ein „Strauß Margeriten“ oder: Galerie vergessener Frauen

Dr. Tanja Kohwagner-Nikolai und Roxana Panetta // Nein, mit den „Margeriten“ sind nicht die Blumen gemeint, die sich gerade auf der Blühwiese der Burg Trausnitz sanft im Wind wiegen, sondern sechs fürstliche Damen mit dem Vornamen Margarethe. Wie auch der Name der Blumen leitet sich dieser vom altgriechischen μαργαρίτης (margarítēs) für „Perle“ ab. Und genau solch kostbare Perlen sind die Damen, die wir nun aus der Vergessenheit holen wollen. Oder kennt ihr die Margarethe, die sich selbstbewusst über die geltenden Wittelsbacher Hausverträge hinwegsetzte und maßgeblichen Einfluss auf die bayerische Landesteilung nahm? Oder wisst ihr, dass einer Margarethe die Landshuter Hochzeit zu verdanken ist?

„ein wundervoll gearbeiteter für den Linderhof bestimmter Kiosk“ – König Ludwig II. erwirbt den Maurischen Kiosk vor 150 Jahren

Ende Mai 1876 war es endlich so weit: König Ludwig II. konnte den vielfach gerühmten Maurischen Kiosk des Preußischen Architekten Carl von Diebitsch aus der Konkursmasse des Eisenbahn-Tycoons Bethel Henry Strousberg erstehen. Neun Jahre zuvor, im Jahr 1867, faszinierte dieser Pavillon den König auf seinem Besuch der Weltausstellung in Paris und ließ ihn seit diesem Zeitpunkt nicht mehr los. Die Suche nach diesem Prunkstück der Maurischen Architekturfantasie des 19. Jahrhunderts gestaltete sich äußerst schwierig und für den Erwerb waren verdeckte Unterhändler monatelang in geheimer Mission in Böhmen und Wien unterwegs. Auf welchen Wegen diese Suche verlief und wie aufwendig die schlussendlich vor 150 Jahren erfolgreichen Verhandlungen waren, ist eines der spannenden Kapitel in der Geschichte des Maurischen Kiosks und seines neuen Besitzers.   Ludwig konnte ihn seit ihrem ersten Treffen nicht vergessen. Seine Erscheinung, seine wohlgeformte Proportion und sein blendendes Aussehen überwältigten ihn sofort. Beim ersten Anblick entflammte der jugendliche bayerische König und diese Sehnsucht auf ein Wiedersehn hielt an. Er war die preußische Sensation in der Stadt der Liebe Paris und er gefiel nicht …

Titelbild mit Logo - Bayreuth Sanspareil 1

Ein Affe im Rokoko-Schloss, Saurier im Garten? Ein neues Museumskonzept für Sanspareil

Am 8. Mai 2026 öffnet der Morgenländische Bau Sanspareil nach mehrjähriger Restaurierung und mit neuem Museumskonzept seine Türen wieder für die Öffentlichkeit. In der neuen Ausstellung wird so einiges geboten. Die Blogserie zur Neueröffnung verrät mehr. Den Beginn macht die Kuratorin des neuen Museums, Dr. Cordula Mauß, mit Einblicken ins Ausstellungskonzept.

Mythos, Macht und Türkenbeute – Eine Sonderpräsentation im Nymphenburger Marstallmuseum

Zum 300. Todestag des Kurfürsten Max Emanuel von Bayern thematisiert eine kleine Sonderpräsentation im Nymphenburger Marstallmuseum die sogenannte Türkenbeute des Wittelsbachers, sowie den damit eng verbundenen Mythos des Türkensiegers. Ein prunkvolles Zaumzeug zusammen mit einem dazugehörigen Schweifgurt und zwei goldene Pistolentaschen sind im Jubiläumsjahr im westlichen Flügel des Marstallmuseums zu sehen.

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Mission accomplished: Eine Zollern-Fürstin als Akteurin zwischen Reich und Rom

Barbara von Brandenburg (1422–1481) ist unter den Zollernfrauen des 15. Jahrhunderts eine bekannte Erscheinung, allein schon dank der berühmten Darstellung von Andrea Mantegna im Palazzo Ducale in Mantua: eine Matrone mit Schleier neben dem Markgrafen Ludovico Gonzaga, ihrem Mann, und inmitten einer Schar Kinder. Dass sie dort so selbstverständlich und großformatig als Mittelpunkt dieses adligen „Hauses“ inszeniert wurde, ist kein Zufall. Ihre Ehe gilt als Beispiel einer äußerst geglückten dynastischen Verbindung. Und Barbara war es, die aktiv als Scharnierfigur und besonders WIRKSAM die Achse ihrer familiären Kontakte mit der Kurie ausbaute – damals einer höchst wichtigen Instanz.

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Rebellion statt rote Rosen – Der Kampf um’s eigene Liebesglück der Barbara von Brandenburg

Gerade zum Valentinstag wird, egal ob über Plakate oder berührende Werbeclips, die Bedeutung der wahren Liebe propagiert, in zahlreichen Filmen und Serien wird sie dramatisch inszeniert. Ein Thema, das die Menschen seit jeher beschäftigt. Zu denken, dass es früher doch alles viel einfacher und nicht so verkopft gewesen wäre – vor allem bei den Prinzessinnen – ist weit an der Realität vorbei gedacht.

Sophie von Hannover Titel

Hergebrachte Geschichtsbilder weiten – ein Versuch im Berliner Humboldt Forum

Ein Gastbeitrag von Katja Gimpel und Alfred Hagemann, Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss // Der Name „Hohenzollern“ löst allerlei Assoziationen aus: Bilder von Uniformen und Pickelhauben, vielleicht auch von Sanssouci und dem flötenspielenden „Alten Fritz“ – Preußen eben. Es sind allesamt Bilder von Männern, die mit Vorliebe Friedrich, Wilhelm oder Friedrich Wilhelm hießen. Doch wer denkt bei den Hohenzollern an Barbara, an Anna oder Elisabeth, die im Fokus des Netzwerkprojekts WIRKSAM stehen?

Canovas Venus ResMü

Bewegte Schönheit. Zur Neupräsentation von Antonio Canovas Venus in der Münchener Residenz

Wer der Venus von Antonio Canova begegnet, soll ihr nicht nur frontal gegenüberstehen, sondern sie umschreiten, entdecken und immer wieder neu wahrnehmen können. Genau dieses Prinzip prägte bereits ihre frühe Präsentation und geriet im Laufe der Zeit zunehmend in den Hintergrund. Die aktuelle Neupräsentation knüpft bewusst an diese Idee an und macht Bewegung erneut zum Schlüssel der Betrachtung.