Alle Artikel in: Tipps und Aktuelles

Trachtenhut bnm

Unsere Themenwoche KOPFBEDECKUNGEN – Ein Gastbeitrag zur „Trachtenmode“ im 19. Jahrhundert

In dieser Woche dreht sich bei uns alles rund um das Thema „Kopfbedeckungen“. Anlass ist die spektakuläre Sonderausstellung „HAUPTSACHE“ des Bayerischen Nationalmuseums. Wir zeigen auf unseren Social Media Kanälen ergänzend zu den beeindruckenden Kopfbedeckungen aus der Ausstellung Exponate aus unseren Häusern und erzählen ihre gemeinsamen Geschichten. Dr. Johannes Pietsch, Kurator der Sonderausstellung „HAUPTSACHE“, nimmt uns nun mit auf eine Reise ins 19. Jahrhundert. Wir blicken auf die damalige Trachtenmode, von der sich auch die Wittelsbacher gerne inspirieren ließen.

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Weltkulturerbe und Wein in Würzburg

Von Tobias Grill // Bei einem Besuch der Würzburger Residenz zu Beginn des Herbstes fallen einem vielleicht große Anhänger auf, die vor dem Südflügel des Schlosses abgestellt sind. Im Gebäude selbst bemerkt man dann an manchen Stellen einen Geruch, den man nicht unbedingt sofort mit einem Museum in Verbindung bringt: es riecht nach Gärung, nach Wein! Der Keller des UNESCO-Weltkulturerbes ist nämlich nicht nur ein historischer Weinkeller, sondern ein immer noch aktiv genutzter Teil eines tatsächlichen Weingutes, dem Staatlichen Hofkeller. Weinkeller für die Fürstbischöfe Der Hofkeller lässt sich bis ins Jahr 1128 nachweisen und ist damit eines der ältesten und immer noch eines der größten Weingüter in Deutschland! Einst von den Würzburger Fürstbischöfen gegründet, war diese Institution Teil der Hofhaltung. Der Weinkeller zog im frühen 13. Jahrhundert mit den Landesherren von der Stadt zuerst in die über Würzburg thronende Festung Marienberg. Dann, im 18. Jahrhundert, fand er endgültig seine heutige Heimat in der neuerbauten Residenz. Neben den modernen Edelstahltanks findet man hier auch noch viele Fässer der damaligen Zeit, darunter ganz besondere Prunkstücke: die sogenannten …

MACCO. Von Rom nach Bamberg

Der Maler Alexander Macco (* Creglingen 1767; † Bamberg 1849) gehört zu jenen deutschen Künstlern, die für lange Zeit in Vergessenheit geraten waren. Obwohl er als talentierter Porträtist auch für den Hochadel Europas tätig war und viele Geistesgrößen zu seinen Bekannten zählten, hielt es ihn an fast keinem Ort für längere Zeit. Dennoch hinterließ Alexander Macco ein spannendes Oeuvre, das sich von der klassizistischen Historienmalerei bis zur biedermeierlichen Porträtmalerei erstreckt.

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Zwischen Ancien Régime und Zukunft – Herzog Christian IV. von Pfalz-Zweibrücken – Teil 1

Wittelsbacher Geschichte ist soviel mehr als nur Bayern, Bier und Barock. In der Heimat des Autors, dem schönen Rheinland-Pfalz, und dem benachbarten Saarland erzählt man zum Beispiel die Historie des erlauchten Hauses mit ganz anderen Schwerpunkten und aus (kur)pfälzischer Perspektive: Hier betrachtet man von jeher Bayern vor allem als zusätzliches, zwar besonders hübsches, aber leider auch stets pflegebedürftiges Juwel in der Krone der Herzöge von Pfalz-Zweibrücken, deren Nachkommen ab 1799 als Kurfürsten und dann schon bald auch als Könige über ihre pfälzischen Stammlande – und Bayern! herrschten (gefühlt in dieser Reihenfolge).

Was hat ein Königsschloss mit Verfassungsfragen der Nachkriegszeit – und mit unserer Demokratie heute – zu tun?

1948 tagte der Verfassungskonvent von Herrenchiemsee im „Alten Schloss“ auf der Herreninsel, in unmittelbarer Nachbarschaft zum Prachtbau Ludwigs II. Damals diskutierten rund 30 Experten über die Zukunft und Verfassung der deutschen Demokratie nach dem Zweiten Weltkrieg. Was heute „Grundgesetz“ heißt, entstand zum großen Teil auf der bayerischen Urlaubsinsel – und hält uns den Spiegel vor, um über aktuelle Fragen des demokratischen Zusammenlebens im ganzen Land nachzudenken. Herrenchiemsee heute und damals Mit rund 350.000 Besucherinnen und Besuchern im Jahr (vor der Pandemie) zählt das Königsschloss Ludwigs II. auf Herrenchiemsee zu den meist besuchten Touristenattraktionen der Bayerischen Schlösserverwaltung. Und das zurecht, denn durch die besondere Insellage ist ein reichhaltiger und gelungener Ausflugstag garantiert. Doch was viele nicht wissen: Vor knapp 75 Jahren war die Insel Schauplatz einer ganz besonderen Expertenrunde. Vom 10. bis 23. August 1948 tagte hier der Verfassungskonvent von Herrenchiemsee. Damals ging es weit beschaulicher zu. Lediglich ein paar wenige Touristen, einheimische Fischereifamilien und Beschäftigte der Schlösserverwaltung und Schlosswirtschaft weilten hier. Dies war ein Grund, weshalb Herrenchiemsee als Beratungsstätte ausgesucht wurde. Der damalige Ministerpräsident Hans …

Schloss nymphenburg

Stadtflucht. Schloss Nymphenburg als Sommerresidenz

Julia Bondl und Katharina Martini // Was genau ist eigentlich eine Sommerresidenz und was sind ihre Funktionen? Gibt es Unterschiede zwischen Haupt- und sommerlicher Nebenresidenz? Wodurch kennzeichnet sich die Sommerresidenz? Und wie verbrachte der Hof dort seine Zeit?  Diesen und vielen weiteren Fragen geht der folgende Beitrag am Beispiel von Schloss Nymphenburg kurz auf den Grund.

kräuter frankens 2022

„Die Kräuter Frankens“ – Von Wein, Wirsing und Meerrettich

Präsentation fränkischer Kulturpflanzen im Fuchsgarten im Hofgarten Ansbach In der Orangerie Ansbach dreht sich in diesem Jahr im Rahmen der Bayerischen Landesausstellung „Typisch Franken?“ alles um die fränkische Landeskultur. Passend dazu setzt die Bayerische Schlösserverwaltung im Fuchsgarten zehn Kräuter in Szene, die für Franken eine besondere Bedeutung haben.

Orangerie im Hofgarten Ansbach

Die Bayerische Landesausstellung 2022 „Typisch Franken?“

Ein Gastbeitrag von Johanna E. Blume, Haus der Bayerischen Geschichte // Seit 25. Mai 2022 und noch bis zum 6. November ist die diesjährige Bayerische Landesausstellung „Typisch Franken?“ in der markgräflichen Orangerie im mittelfränkischen Ansbach zu sehen. Eine Wanderung durch Franken Die Ausstellung greift die Idee einer Wanderung durch Franken auf. Die Besucherinnen und Besucher können durch neun ausgewählte fränkische Regionen streifen und dabei in verschiedene Epochen eintauchen – sie begeben sich damit gleichsam auf eine Zeitreise. Mit dem einen oder anderen kuriosen Objekt wirft die Ausstellung Schlaglichter auf die fränkische Geschichte zwischen dem Mittelalter und dem 19. Jahrhundert (mit Ausblicken bis in die Gegenwart). Ob Flohfalle, Lügenstein, Lotterietrommel oder Fußballschuh – alles hat auf die eine oder andere Art mit Franken zu tun und ist mit den Menschen verbunden, die die verschiedenen fränkischen Gebiete geprägt haben. Dabei stehen nicht nur Bischöfe, Könige und Reichsritter im Vordergrund. Auch verliebte Markgrafen, tatkräftige Äbtissinnen, findige Handwerker, ausgefuchste Räuberinnen und standhafte Städterinnen haben die unterschiedlichen fränkischen Orte und Regionen zu dem gemacht, was sie heute sind. In der …