Alle Artikel in: Tipps und Aktuelles

Roseninsel_blühende Rose

Die Roseninsel im Starnberger See – Domizil der Bayerischen Könige

König Maximilian II. und das Casino auf der Roseninsel im Starnberger See Am 8. Oktober 1850 erwarb König Maximilian II. von der Fischerfamilie Kugelmüller die Insel Wörth vor dem Westufer des Starnberger Sees zum Preis von 3000 Gulden. Der Wiener „Civil-Ingenieur“ Franz Jakob Kreuter erhielt im Jahr darauf den Auftrag, ein kleines Inselhaus zu bauen, das bis heute als Casino bekannt ist. Es sollte als Sommervilla zur privaten Erholung der königlichen Familie dienen. Vorbilder für die Gestaltung des Casinos waren zum einen antike Villen und italienische Landhäuser, aber auch der Typus des alpenländischen Schweizer-Hauses. Die Gartengeschichte der Roseninsel Für die Gartengestaltung konnte kein geringerer als Peter Joseph Lenné gewonnen werden. Lenné war Generaldirektor der königlich Preußischen Hofgärten. Ursprünglich geplant hatte er – ähnlich wie in der Schloss- und Gartenanlage Charlottenhof in Sanssouci – ein von Osten nach Westen verlaufendes Band geometrischer Gartenpartien. Bei der Ausführung wurde seine ohnehin schon reduzierte Entwurfsidee allerdings noch einmal stark vereinfacht: übrig blieb nur das Rosenrondell in zentraler Lage direkt vor dem Casino. 360 Hochstammrosen und 1000 „Centifolien“ (sogenannte Kohlrosen), aber auch zahlreiche …

Riedenburg_Burg Prunn

Expertenführung: Von der Burg zum Schloss: 800 Jahre Baugeschichte „umb die Vest Prunn“

Die Burg Prunn im schönen Altmühltal Die mittelalterliche Burg Prunn fasziniert nicht nur durch ihre Lage auf einem Felssporn hoch über der Altmühl. Sie gehört auch zu den wenigen Burgen, die in ihren charakteristischen Bauteilen erhalten ist: Torbau mit einstiger Zugbrücke, Bergfried, Kapelle und Pallas.

Badesteg Exter

Sonderausstellung „Julius Exter – Moore, Bäche, See“ am Chiemsee

Von Dr. Thorsten Marr Farben als Ausdruck landschaftlicher Stimmung Bei der diesjährigen Sonderausstellung im Künstlerhaus Julius Exter in Übersee-Feldwies dreht sich alles um das Thema „Wasser“. Badende im Chiemsee, Bootsfahrten, der Uferverlauf des Überseer Baches und der Tiroler Ache, das Moor „Kendlmühlfilzen“. Dabei geht es Exter nicht um topographische Beschreibungen, sondern um die Schilderung von Stimmungen. So lassen sich auf seinen Landschaftsbildern Tages- und Jahreszeiten aber Wärme oder Kühle und Ruhe oder Bewegung ablesen. Mal hat der Künstler die Feldwieser Bucht in morgendliches Licht getaucht, mal rekeln sich Badenixen auf einem heißen Badestrand und dann wiederum meint man das Summen der Insekten zu hören, wenn Exter die laue Luft eines spätsommerlichen Nachmittages einzufangen versucht. Bei den ausgestellten Arbeiten handelt es sich überwiegend um Werke, die nach 1917 entstanden sind. In dem Jahr lässt sich Exter dauerhaft und permanent in Übersee nieder. Die Münchener Wohnung überlässt er seiner Frau, von der er sich kurz vorher hat scheiden lassen. Münchener Künstler und die Landschaftsmalerei Vor dem 1. Weltkrieg aber auch in den 1920er Jahren waren die Münchener …

contz cadolzburg

Wie der Narr ins Museum kam Oder Animierte Geschichtsvermittlung…

Der Countdown bis zur Eröffnung der Cadolzburg 23. Juni 2017 als dem neuen Schmuckstück der Schlösserverwaltung läuft! Einmal mehr freuen wir uns daher über den heutigen Gastbeitrag der verantwortlichen Kollegen, die derweil vor Ort in Franken das kommende »HerrschaftsZeiten! Erlebnis Cadolzburg“ vorbereiten. Heut greift Kurator Dr. Sebastian Karnatz zu Stift, um uns zu animieren – und vermerkt folgendes….

Cadolzburg Neues Schloss

Gastbeitrag: Das Burgerlebnismuseum Cadolzburg aus der Sicht eines Kurators #HohenzollenWalk

Heute lehnen wir uns in der Residenz mal wieder entspannt zurück und begrüßen die Gastautoren aus der fränkischen Cadolzburg auf unserem Blog: Nur noch drei Wochen bis zum 23. Juni 2017 wenn in der großen Burganlage die neue Dauerausstellung »HerrschaftsZeiten! Erlebnis Cadolzburg“ eröffnet wird. Aber was heißt es eigentlich für „Museumsleute“, eine Burg erlebbar zu machen? Welche Herausforderungen, Wünsche und Ziele treiben einen Kurator bei der Entwicklung einer Ausstellung an? Das beantwortet uns im heutigen Gastbeitrag Frau Dr. Piereth, Teil des Kuratoren Teams des Burgerlebnismuseum Cadolzburg, in dem sie uns einen Einblick in ihre Arbeit gibt…

Schlossanlage Schleißheim: Lustwandeln beim „Blauen Kurfürsten“

Anfang Oktober zogen sie los: Die Teilnehmer am Tweetwalk im Schloss Schleißheim. Zeit für einen Rückblick auf eine spannende Tour, die selbst auf die Dächer und in die Kellergewölbe des gewaltigen Barockschlosses führte und im Park nicht nur herrschaftliche Alleen, sondern auch die verborgenen Obstgärten auskundschaftete: Tanja Praske berichtet in ihrem Gastbeitrag: Lustwandeln in den bayerischen Garten- und Schlossanlagen verführt zu jeder Jahreszeit. Der Tweetwalk #Lustwandeln in Schleißheim am 8. Oktober 2016 faszinierte mit geheimen und spektakulären Aussichten. Was ist ein Tweetwalk? Warum wandelten wir an einem grauen Herbsttag auf den Spuren des „Blauen Kurfürsten“? Magisch zogen uns die Barockkunst in Schloss und Park sowie der historische Obstgarten mit seinen Erzeugnissen an. Was sahen, erlebten und schmeckten wir dort? Unser Nachbericht vom Lustwandeln – ein Fest der Sinne – verrät es Ihnen.