Alle Artikel mit dem Schlagwort: König Ludwig II.

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132. Todestag von König Ludwig II. – Der Mythos lebt weiter

Von Anne-Sophie Schultes Am 13. Juni 1886, heute vor 132 Jahren, starb König Ludwig II. im Alter von 40 Jahren im Starnberger See. Bis heute gibt es viele Spekulationen und Verschwörungstheorien um den Tod des Königs. Die ganze Wahrheit wird wohl für immer verborgen bleiben. Sein mysteriöses Ende und die Schlösser, die er hinterlassen hat, sind wahrscheinlich die Hauptgründe dafür, dass der Mythos um den Märchenkönig weiterlebt. Der bauwütige Sonderling Gegen Ende seines Lebens hat sich König Ludwig II. immer mehr aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Um aus dem Alltag zu fliehen, baute er sich mit seinen Schlössern Refugien, die seinen Traumwelten entsprachen. Durch seine Bauleidenschaft häufte er immer mehr Schulden an und als er wenige Monate vor seinem Tod erneut die Bewilligung eines Kredits beim Landtag beantragte, beschloss das Ministerium, seine Entmündigung einzuleiten. Entmündigung und Tod Am 9. Juni 1886 wurde König Ludwig II. von der Regierung aufgrund verschiedener ärztlicher Gutachten entmündigt, drei Tage später wurde er in Gewahrsam genommen und nach Schloss Berg am Ufer des damals noch Würmsee genannten Starnberger Sees gebracht. Bereits …

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Der „Märchenkönig“ auf den Spuren der Pompadour: Die Restaurierung eines Schreibzeugs von König Ludwig II. aus Schloss Linderhof

Restauratorin Barbara Nahstoll von der Bayerischen Schlösserverwaltung berichtet über einen ganz besonderen „Patienten“ aus Schloss Linderhof. Lange Jahre harrte dieses prunkvolle Schreibzeug des bayerischen Königs Ludwig II. – durch Diebstahl eineinhalb seiner Globen und seiner Glockenkrone beraubt – recht ramponiert und eingestaubt in einem Schrank im Schlossdepot seiner Renaissance.

Reinen Tisch machen – was von der Verlobung des Märchenkönigs übrig blieb…

7. Oktober 1867: Der Münchner Herbst beginnt mit einem zünftigen Prominenz-Skandal: König Ludwig II. löst die seit Januar unlustig vor sich hin dümpelnde Verlobung mit seiner Kusine, Prinzessin Sophie in Bayern (das „in“ ist hier nicht geographisch gemeint, sondern bezeichnet die Nebenlinie der Familie, um sie vom regierenden Hauptzweig des Hauses Wittelsbach zu unterscheiden).  

Träumen und schwitzen unter Glas: Der Wintergarten Ludwigs II.

In weiten Teilen Deutschlands soll die aktuelle Hitzewelle ja im Laufe des Tages – zumindest vorläufig – enden. Zeit also, sich von der Bastmatte am sonnigen Isarstrand zu erheben und nach Plätzen zu fahnden, wo, geschützt vor Regen und Wind, der Sommer weitergehen und das Grillgut noch brutzeln kann… Leider steht der schönste Schauplatz eines solchen ewigen August im Münchner Stadtzentrum seit vielen Jahrzehnten nicht mehr zu Verfügung. Gemeint ist der berühmte Wintergarten Ludwigs II.

„Ich will selbst schauen, kein Schauobjekt sein!“ – die Separatvorstellungen für Ludwig II.

  „Das Empfangszimmer der Gräfin du Barry. Rechts im Hintergrund ein äußerst prächtiges Ruhebett. – Bedienter (reißt die Tür auf): „Der Marschall Herzog von Richelieu“ – Der Herzog von Aguillon: „Das wusste ich wohl, dass mein venerabler Herr Onkel nicht auf sich warten lassen würde…“ – Mit diesen Textzeilen, die mitten in die umtriebige Arbeits- und Lebenswelt der letzten Mätresse Ludwigs XV., der Gräfin du Barry, nämlich deren sündiges Schlafzimmer am Hof von Versailles, führen, beginnt am 6. Mai 1872 die erste der berühmten Separatvorstellungen für König Ludwig II.

„Über meinem Werke wölbt sich das Monument…“ – Der Nibelungengang in der Residenz

Dass 2013 Wagnerjahr ist, haben inzwischen auch all diejenigen zwischen Leipzig und München mitbekommen, die vielleicht nicht zu den unbedingten Fans des Bayreuther Musikgiganten mit seinen vielstündigen Götter- und Heldenopern zählen und den Ring lieber beim Juwelier als im Opernhaus bewundern.