Alle Artikel mit dem Schlagwort: Kurfürst Max Emanuel

Silberkammer - Max Emanuel Blogserie

„Silberner“ statt „Blauer Kurfürst“ – Erinnerungen an Max Emanuel in der Silbersammlung der Residenz

„Es ist nicht alles Gold was glänzt“ stänkert das alte Sprichwort moralinsauer, und gilt dennoch sicher und in besonderem Maße für unseren diesjährigen Jubilar, Leib- und Magen-Kurfürsten Max Emanuel. Gerade sein Glanz, für den der umtriebige Wittelsbacher lebenslang fast jedes politisch-militärische Wagnis einging, wirkt vor allem im Rückblick phasenweise recht halbseiden. Dennoch – oder gerade in Hinblick auf den schönen Schein – nutzte Max Emanuel zeitlebens Glanz und Symbolkraft der materiellen Kultur (s)eines fürstlichen Hofes, um persönliche Gloire sowie dynastische Herrschaftsansprüche weithin leuchten zu lassen. Und dies gemäß adeligem Selbstverständnis ohne jegliche Rücksicht auf langweilige Details wie seine Einkünfte, denn – „sind dit nich‘ bürjerliche Katejorien?“…

Kurfürst Max Emanuel wie wird man zur Legende

Making Max Emanuel oder: Wie nähert man sich einer Legende?

Ein Gastbeitrag von Priscilla Pfannmüller, Bayerisches Armeemuseum // Der Todestag der „(Ba)Rocklegende Max Emanuel“, so Christian Quaeitzsch, jährte sich vor einigen Wochen zum 300. Mal. Nicht nur für die Schlösserverwaltung ist das ein guter Grund, sich dieser schillernden Gestalt der bayerischen Landesgeschichte anzunähern – sondern auch für uns im Bayerischen Armeemuseum, denn Max Emanuel gilt als Begründer des bayerischen Heeres.

Mythos, Macht und Türkenbeute – Eine Sonderpräsentation im Nymphenburger Marstallmuseum

Zum 300. Todestag des Kurfürsten Max Emanuel von Bayern thematisiert eine kleine Sonderpräsentation im Nymphenburger Marstallmuseum die sogenannte Türkenbeute des Wittelsbachers, sowie den damit eng verbundenen Mythos des Türkensiegers. Ein prunkvolles Zaumzeug zusammen mit einem dazugehörigen Schweifgurt und zwei goldene Pistolentaschen sind im Jubiläumsjahr im westlichen Flügel des Marstallmuseums zu sehen.

Max Emanuel und die Frauen

„Ich brech‘ die Herzen der stolzesten Frauen…“ – oder auch nicht: Frauen an der Seite Max Emanuels

Nicht nur als emotionaler Politiker und lustvoller Bauherr ist unser diesjähriger Jubilar Kurfürst Max Emanuel (1661-1726) – vital und kaum gealtert – in die bayerische Landesgeschichte eingegangen. Sondern gleichfalls, glaubt man der willfährigen Göttin Fama, die in der Residenz, in Schleißheim oder Nymphenburg stets verliebt zu seinen Ehren in ihre Trompete stößt, als großer Frauenheld: Auch hinter Alkovenvorhängen sei der Wittelsbacher, wie auf den Schlachtfeldern der Türkenkriege, stets heroischer Sieger geblieben – in vielfach wechselnden Konstellationen.

Max Emanuel Blogserie Titelbild Todestag Beitrag

„In utraque Fortuna“ – Ein Wittelsbacher mit wechselhaftem Geschick. Zum 300. Todestag des Kurfürsten Max Emanuel (1662-1726)

War es nun ein falsch behandeltes Magengeschwür oder doch ein letzter Schlaganfall, der den finalen Vorhang über dieses barocke Lebens-Spektakel niederfallen ließ? „Umb 6 und 3 Viertl Uhr Abends“ des 26. Februars 1726 – heute vor 300 Jahren also – war es jedenfalls soweit: Am Ende eines zweimonatigen Krankenlagers mit Erbrechen und Bauchkrämpfen sowie laut Hofkalender darob „gänzlich aufgezehrte[n] Leibskräften“ wechselte Kurfürst Maximilian II. Emanuel „in 63. Jahr und 7 Monat erreichten Lebens-Alter Dero weltlichen Purpur mit dem ewigen“ – übrigens selbstredend und trotz „elendster Disposition“ mit „ungeschwächter Gemüts-Stärke“: schließlich reden wir von einem bayrisch-wittelsbacher Mannsbild!

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Miniatur-Mars meets Mother of Pearl….: Johann Wilhelm von der Pfalz in der Schatzkammer der Residenz

In der Wechselvitrine in Raum IX der Schatzkammer präsentieren wir in periodischen Abständen jeweils einzelne Objekte oder eine kleine zusammengehörige Gruppe aus unseren reichen Beständen, die wir besonders spannend finden und deshalb von unseren Besucherinnen und Besuchern gesondert unter die Lupe nehmen lassen wollen. Anhand dieser Beispiele möchten wir die meist längeren, aber immer interessanten Geschichte(n) unserer Schätze ausführlicher darstellen, als es angesichts von über 1200 Kostbarkeiten in den insgesamt zehn Sammlungsräumen per Audioguide oder kurzen Begleittexten sonst möglich ist. Seit Dezember macht sich ein kleiner Mann, gewandet in vergoldetes Silber und farbiges Email, ganz groß im Licht der Vitrinenlampen – eine echte Perle unserer Kollektion…

Volltreffer? Mit Jagdhund und Libretto auf Spurensuche in der Miniaturensammlung

Eine große Freude innerhalb der Museumsarbeit und im täglichen Umgang mit den ausgestellten Kunstwerken ist es, Geschichten erzählen zu dürfen: Geschichten von den Menschen, die solch faszinierende und schöne Objekte einst schufen, von ihrem Leben und den Zeitumständen, die dazu führten, dass ein bestimmtes Kunstobjekt in dieser Form, in diesem historischen Moment und zu diesem oder jenem Zweck entstand. Oder aber: Die meist alten Geschichten in Erinnerung zu rufen, die dargestellt sind! Beides miteinander zu vereinen, ist natürlich das Größte!

Neue Aus- und Anblicke im neuen Jahr: Wiederentdeckte Bildausstattungen der barocken Residenz kehren zurück

Im letzten Beitrag aus der Residenz haben wir die wenigen erhaltenen Trümmer einer barocken Raumausstattung aus dem einstigen bayerischen Herrschersitz vorgestellt. Seien wir ehrlich: viel war es nicht, was da den Sturm der Zeiten überdauert hat – eine Menge historisches Fotomaterial und „einst war hier“ und „dort stand das“ sind nötig, die erhaltenen Fragmente in ihrem einstigen Glanz zu imaginieren. Zum Glück machen wir aber auch immer wieder in den schlecht ausgeleuchteten Ecken unserer weitläufigen Depots Entdeckungen, die noch mit „mehr Fleisch“ an ihren jeweiligen Entstehungsepochen hängen!

Altbayerischer Offizierdegen Bayerisches Wappen

„Elende Opfer für den unmenschlichen Ehrgeiz der Fürsten“ – Kunst und Krieg in Höchstädt 1704

Der Degen war im 17. und 18. Jahrhundert eine gängige und gefährliche Stichwaffe. Sie wurde von Kavallerie und Infanterie im Krieg verwendet und zeigte die militärische Zugehörigkeit des Besitzers und seinen Rang an. So hatten Offiziere mehr oder weniger aufwändige Verzierungen an den (vergoldeten oder versilberten) Griffen oder an der Klinge. Der Gala- oder Paradedegen wurde nicht in der Schlacht verwendet, sondern war Bestandteil der Garderobe von Offizieren und Adligen.