Autor: Jost Albert

Küchen- und sonstige Nutzgärten der Bayerischen Schlösserverwaltung

Die Bayerische Schlösserverwaltung hat in den 1990er-Jahren damit begonnen die alten Hofküchengärten der Würzburger Fürstbischöfe als Teil des Gesamtensembles wiederzubeleben. Heute sind im Küchengarten der Würzburger Residenz wieder Formobstbäume, Tafeltraubenspaliere und in begrenztem Umfang auch Gemüse zu sehen. Im Küchengarten des Veitshöchheimer Hofgartens dominiert der Gemüseanbau. Beide Küchengärten sind bislang nur in Teilen rekonstruiert und wieder in Kultur genommen, dennoch beeindrucken die bereits vorhandenen Küchengartenflächen durch ihre Vielfalt an Pflanzenarten und –sorten und die kunstvoll erzogenen Formobstbäume. 2007 wurde der neue Getreidegarten auf der Cadolzburg eröffnet. Getreide, das zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln zählt, wurde im Mittelalter und in der frühen Neuzeit in einem großen Getreidespeicher sicher auf der Cadolzburg gelagert. Der Getreideschaugarten zeigt die wichtigsten Getreidearten, die Entwicklungsgeschichte des Weizens, Brotgewürzpflanzen und seit einiger Zeit auch alte Gemüsearten, die in der mittelalterlichen Küche verwendet wurden. Lage und Gestaltung der historischen Küchengärten Herrschaftliche Küchengärten des 18. Jahrhunderts lagen in der Regel unweit des Herrenhauses oder Schlosses und damit möglichst nahe an der Küche, wo die Gartenprodukte verarbeitet wurden. Die Küchengärten hatten meist einen rechteckigen Grundriss und …