Autor: Hella Huber

studio-botschaft-bayerische-schloesserverwaltung-sckell-ausstellung-9

Königin Carolines Biedersteiner Garten – Zur Restaurierung eines Gartenmodells

Die Restaurierung eines Gartenmodells für die Ausstellung ‚Friedrich Ludwig von Sckell – Gartenkünstler, Stadtplaner & Fachbuchautor‘ In der Ausstellung anlässlich des 200. Todestages von Friedrich Ludwig von Sckell in der Residenz München vermittelt ein detailgetreues Gartenmodell zwischen historischen Entwürfen und praktizierter Gartenbaukunst und zeugt von einem längst verschwundenen Rückzugsort am Rande des Englischen Gartens. Seit seiner Berufung zum bayerischen Hofgärtenintendanten betreute, erweiterte und gestaltete Friedrich Ludwig von Sckell ab 1804 den Privatgarten Kurfürstin Carolines an ihrem Sommerschlösschen ‚Biederstein‘. Ein Jahr zuvor hatte Kurfürst Max Joseph den kleinen Landsitz nördlich von Schwabing seiner Gattin überlassen. Das Anwesen diente zunächst dem engen Kreis um die Regentin als Sommerquartier und wurde später zum Alterssitz der verwitweten Königin. Sckellscher Gartenentwurf in 3D Im ‚Entwurf der Anlage bei Biederstein’, um 1811 wohl von Friedrich Ludwig von Sckell persönlich gezeichnet, nehmen Planungen des Gartenkünstlers zur konzeptionellen Einbindung des privaten Parks Königin Carolines und der angrenzenden Hirschau in den Münchner Volkspark Gestalt an. Von der praktischen Umsetzung dieses Projekts im folgenden Jahrzehnt zeugt das außergewöhnliche Gartenmodell, welches 1822 von Andreas Mayr, königlicher …

Bayreuth Eremitage Altes Schloss Juni 2009

Ein außergewöhnliches Geschenk des Kronprinzen Friedrich von Preußen an seine Schwester Wilhelmine von Bayreuth

‚… und so wenigstens etwas zu Deiner Zufriedenheit beizutragen.‘ Am 7. Juli 1739, vier Tage nach ihrem 30. Geburtstag, schreibt Markgräfin Wilhelmine einen Dankesbrief an ihren Bruder Friedrich: ‚Du hast mir ein prachtvolles Geschenk gesandt. Ich weiß nicht, wie ich Dir für Deine Güte danken soll!‘ Man könnte ausgiebig spekulieren, welch überraschendes Präsent die feinsinnige Königstochter derart zu beeindrucken vermochte. Kostbar, kunstfertig, von höchster Qualität und Seltenheit musste es zweifellos gewesen sein.