Autor: Maria Blenk

Synagoge Bayreuth

Jüdisches Leben im ehemaligen „Redouten- und Operahaus“ Bayreuth

Im Rahmen des Festjahres “1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland” geht es darum, jüdisches Leben sichtbar und erlebbar zu machen und dem erstarkenden Antisemitismus etwas entgegenzusetzen. Auch in Zusammenhang mit vielen bayerischen Sehenswürdigkeiten ist historisch etwas dazu beizutragen. Der nächste Beitrag unserer Serie führt uns ins oberfränkische Bayreuth.

hippolyte clairon bayreuth

Hippolyte Clairon – Von der Pariser Bühne an den Ansbacher Markgrafenhof

Die aufsehenerregenden Biografien von Mätressen führten lange Zeit ein Schattendasein, was der moralischen Verurteilung der Zeitgenossen, aber auch der nachfolgenden Generationen geschuldet ist. Oftmals waren sie kluge, ehrgeizige Frauen, die sich dem gesellschaftlichen Rollenklischee widersetzten, ihre eigenen Interessen verteidigten und ihren gewonnen Einfluss am Hof zu nutzen verstanden. Eine von ihnen war die Französin Hippolyte Clairon, gefeierter Schauspielstar der Pariser Comédie Française und langjährige Mätresse des Markgrafen Alexander von Ansbach-Bayreuth (1736–1806).

Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth mit Blumenranke, Ölgemälde von Antoine Pesne, um 1734

„(…) das Wasser schiene in lauter Feuer verwandelt zu seyn“ – Die spektakulären Geburtstagsfeste der Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth

Am 3. Juli 1709, heute vor 310 Jahren, wurde in Berlin die preußische Prinzessin Friederike Sophie Wilhelmine geboren. Die Lieblingsschwester Friedrichs des Großen sollte ursprünglich mit dem englischen Thronfolger verheiratet werden, musste aber schließlich mit dem späteren Markgrafen Friedrich von Brandenburg-Bayreuth vorlieb nehmen, dem sie 1731 das Ja-Wort gab.