Lieblingsstücke unserer Autoren
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Unsere Lieblingsräume in… den Residenzen Ansbach & Ellingen

Lieblingsräume Ansbach Ellingen mittelfranken

Um euch die Wartezeit bis zur Wiedereröffnung unserer Schlösser und Burgen nach dem langen Corona-Winter zu verkürzen, präsentieren wir euch die Lieblingsräume und -objekte unserer Kolleginnen und Kollegen vor Ort. Heute sind wir im schönen Mittelfranken, in den Residenzen Ansbach und Ellingen, zu Gast.

1. Der eingerüstete Festsaal der Residenz Ansbach

Kastellan Alexander Justs derzeitiger Lieblingsraum der Residenz Ansbach ist der große Festsaal, weil er momentan über eine ungewöhnliche Ausstattung verfügt.

festsaal residenz ansbach gerüst justIm Festsaal der Residenz Ansbach steht nämlich gerade ein riesiges Gerüst. Natürlich ist so ein Gerüst an sich nie besonders schön. festsaal residenz ansbach details gerüstEs ermöglicht uns jedoch, sich ein bisschen wie die damaligen Schöpfer des Raumes Diego und Carlo Carlone vor 286 Jahren zu fühlen.

Vor allem die phantasievollen und filigranen Stuckaturen Diego Carlones lassen sich nun aus nächster Nähe betrachten. Dabei spürt man, dass hier nirgendwo nach dem Motto „das sieht dann ja eh keiner mehr“ gearbeitet wurde. Auch in über 8 Metern Höhe sind die Details noch genauso fein gestaltet wie in den sichtbaren Bereichen. So stoßen wir hier auf allerhand interessante Details wie den Fisch an der Angel oder den Weinberg im Stuck über der großen Festsaaltür.

Nach der Sanierung werden sicherlich auch diese Details wieder für alle Gäste zur Geltung kommen.

2. Die Paradewiege in der Residenz Ansbach

wiege residenz ansbach klopfer

Das Lieblingsmöbelstück aus der Residenz Ansbach von Schlossführerin Frau Klopfer ist die Paradewiege, die vom Hofebenisten Johann Matusch zur Geburt des Erbprinzen Carl Wilhelm Friedrich (geb. 12.05.1712) angefertigt wurde. Die original erhaltene Wiege ist mit einer wunderbaren Boulle-Marketerie aus rot unterlegtem Schildpatt und graviertem Zinn gearbeitet und vergoldet. Über dem Kopfende mit dem geschnitzten Fürstenhut war einst ein Himmel mit zwei Vorhängen befestigt, die mit goldenen Tressen besetzt waren. Die Wiege steht nun bereits seit 1884 im Schlafzimmer des Gästeappartements.

“Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie die stolzen Eltern Markgraf Wilhelm Friedrich und seine Gemahlin Christiane Charlotte ihren Prinzen in dieser Wiege hohen Gästen präsentiert haben.”

3. Die Paradetreppe in der Residenz Ellingen

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Der Lieblingsplatz von Kastellanin Frau Beckler ist das barocke Treppenhaus mit der in die Beletage hochführenden Paradetreppe. Die Stuckarbeiten und das Deckenfresko zeigen Szenen aus der antiken Mythologie. An den Wänden des Flures im zweiten Obergeschoss sind 15 lebensgroße Gemälde der von 1526-1801 regierenden Hoch- und Deutschmeister der Ordensballei Franken.

4. Der Schlosspark der Residenz Ellingen

scillablüte ellingen bittner

Der Lieblingsort von Herrn Bittner, der in der Residenz Ellingen für Technik, Gebäude und Park zuständig ist, ist eindeutig der Ellinger Schlosspark. Besonders beeindruckend ist hier im Frühjahr die wunderbar blau leuchtende Scillablüte sowie natürlich ganzjährig der alte Baumbestand.

5. Der Empfangssaal in der Residenz Ellingen

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Schlossführerin Frau Driesleins Lieblingsraum in der Residenz Ellingen ist der Empfangssaal im 1. Obergeschoss. Siegesgöttinen Gerandolen Ellingen ResidenzDer mit Empiremöbeln eingerichtete Empfangssaal ist ausgestattet mit prächtigen roten Wandbespannungen, mit einem Muster von Granatäpfeln und Weinlaub. Als große Seltenheit haben sich auch die Fenstervorhänge in der für den Klassizismus charakteristischen Drapierung erhalten. Die Gerandolen in Form von Siegesgöttinen zieren nach längerer Restaurierung die Pfeilertische. Die Grisaillemalereien über den Türen symbolisieren die Jahreszeiten in Gestalt von Puttenszenen. Mit Fürst von Wrede kamen 1815 die Empiremöbel samt der textilen Ausstattung in den Raum.

6. Das Audienzzimmer in der Residenz Ellingen

residenz ellingen gobelinzimmer

residenz ellingen stuhlDer Lieblingsraum von Frau Enderlein, die seit 24 Jahren als Schlossführerin in der Residenz Ellingen arbeitet, ist das Audienzzimmer in der Beletage. 1775 wurde nach Entwürfen von Michel d’Ixnard die Stuckaturen und der weiß glasierte Tonofen klassizistisch erneuert.

Die Bezüge der Sitzmöbel zeigen mythologische Szenen. Sie sind mit Petit-Point-Stichen mit Silbereinschlüssen bestickt. Die Tapisserien von 1700 aus einer Brüsseler Manufaktur zeigen die Erdteile Europa, Asien und Afrika.

 


Herzlichen Dank an alle Kolleginnen und Kollegen für die Vorstellung ihrer Lieblingsbereiche! Alle freuen sich schon sehr auf künftige Zeiten, wenn sie euch, liebe Leserinnen und Leser, ihre Häuser wieder persönlich vor Ort näherbringen dürfen.

 

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