Autor: Bayerische Schlösserverwaltung

Sophie von Hannover Titel

Hergebrachte Geschichtsbilder weiten – ein Versuch im Berliner Humboldt Forum

Ein Gastbeitrag von Katja Gimpel und Alfred Hagemann, Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss // Der Name „Hohenzollern“ löst allerlei Assoziationen aus: Bilder von Uniformen und Pickelhauben, vielleicht auch von Sanssouci und dem flötenspielenden „Alten Fritz“ – Preußen eben. Es sind allesamt Bilder von Männern, die mit Vorliebe Friedrich, Wilhelm oder Friedrich Wilhelm hießen. Doch wer denkt bei den Hohenzollern an Barbara, an Anna oder Elisabeth, die im Fokus des Netzwerkprojekts WIRKSAM stehen?

Constantin Pelka Baroqueblockbuster

Was ist Rokoko? Was ist Barock? – Wie man die Stilepochen selbst erkennen kann

Ein Gastbeitrag von „Baroqueblockbuster“ Constantin Pelka // Seit mehr als 5 Jahren reise ich durch Europa, auf der Suche nach kulturellen Trüffeln aus der Ära des Barock und des Rokoko. Seit Anfang an, noch als Student der Kunstgeschichte in München, haben mich besonders auch die Schlösser in Bayern in ihren Bann gezogen.

Burghausen Frauenzimmer Ausstellung Stube der Herzogin

Frauenzimmer in Burghausen: Von der Forschung ins Museum

Ein Gastbeitrag von Christa Syrer (LMU München) // Studioausstellung „Frauenzimmer – Frauenhof“ Die malerisch auf einem Bergsporn hoch über der Altstadt von Burghausen thronende Burg Burghausen ist touristisch heute vor allem als „längste Burg der Welt“ bekannt. Fachleuten aus der Architekturgeschichte, Burgen- und Festungsforschung ist sie ein Begriff aufgrund ihrer historisch bedeutenden Wehranlagen des 15. und 16. Jahrhunderts.

„Ludwig I. – Bayerns größter König?“

Ein Gastbeitrag von Stephanie Santl (Haus der Bayerischen Geschichte) // „Wie ich denn selbst zur alten und zur neuen Zeit und in zwei Jahrhunderte gehöre …“ Ludwig I. um 1840 Bis zum 9. November 2025 kann die diesjährige Bayerische Landesausstellung „Ludwig I. – Bayerns größter König?“ im Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg besucht werden. Anlass für diese Ausstellung ist das 200-jährige Thronjubiläum des Wittelsbachers. 1825 – König Ludwig I. (1786-1868) wird am 13. Oktober bayerischer König. In einer Zeit des Umbruchs übernimmt Ludwig ein fast bankrottes Königreich. Eine schwierige Ausgangssituation für den neuen Regenten. Politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Aufgaben warten auf den König, der sich der Herausforderungen, die in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts auf ihn warten, durchaus bewusst ist. Der Industrialisierung mit dem damit verbundenen Wandel steht Ludwig I. oft skeptisch gegenüber. Besonders die Arbeit in Fabriken schien ihm zuwider, was er auch äußert: „Der König ist kein Freund von Errichtungen vieler großer Fabriken, in denen eine Menge Arbeiter, sitzende, Seele und Körper verkümmernde Lebensart führen.“ (Signat Ludwigs I., Bd. 3, 1838, …

Caroline_Bonaparte Murat

Inspiration Pompeji: Ein Silberschatz, die Königin von Neapel und Ludwig I.

Ein Gastbeitrag von Oliver Hülden  Staatliche Antikensammlungen und Glyptothek München // Auf einem mit Gold überzogenen Sessel sitzt eine elegant gekleidete junge Dame. Rechts von ihr schweift das Auge über eine Meeresbucht mit einem rauchenden Vulkan. Im Vordergrund des Durchblicks ruht eine Krone auf samtenem Kissen. Die vornehme Dame ist keine Geringere als Caroline Murat, die jüngste Schwester Napoleon Bonapartes. 1808 bestieg sie gemeinsam mit ihrem Mann Joachim den Königsthron von Neapel. Der Vulkan ist demnach der über dem Golf von Neapel aufragende Vesuv, der die römischen Städte Pompeji und Herculaneum unter seiner Asche begraben hat.

Lüster Herrenchiemsee

„Möbel der Lüfte“ – zwei Kronleuchter aus dem Prunktreppenhaus im Neuen Schloss Herrenchiemsee unter die Lupe genommen

Ein Beitrag von Veronika Endlicher, Theresa Häusl und Oliver Schach // „Möbel der Lüfte“ – so umschrieb Peter Rath ein charakteristisches Produkt des Wiener Handwerksbetriebs Lobmeyr, das in großer Stückzahl für Schloss Herrenchiemsee hergestellt wurde und das weit mehr als bloße Funktionalität verkörperte: 54 Kristalllüster schmücken die historischen Prunkräume des Schlosses.

Elisabeth von Brandenburg: Ziehmutter, Lehrerin, Politikerin. Eine tatkräftige Herzogswitwe aus dem Haus der Zollern

Ein Gastbeitrag von Melina Wießler (Stadtmuseum Nürtingen) im Rahmen des Projekts „WIRKSAM. Frauennetzwerke der Hohenzollern im Spätmittelalter“ // „Ich laß euch wissen, das ich zu hauß bin zogen gen Nurtingen, und volt fast gern, das ir einmall kemt und beseth, wie ich hauß hilt“, schrieb Elisabeth von Brandenburg im Winter 1499 nicht ohne Stolz an ihren Bruder, Markgraf Friedrich von Brandenburg. Der Brief ging an die fränkische Residenz in Ansbach; gerade erst hatte sie das Nürtinger Schloss, ihren Witwensitz, bezogen. In den folgenden 25 Jahren machte sie ihn für einige ihrer Nichten und Neffen zum geliebten Zuhause.

Schloss Eggenberg Graz

Die verkaufte Braut: Anna Maria von Brandenburg-Bayreuth heiratet nach Eggenberg

Ein Gastbeitrag von Andrea Zedler (Universität Augsburg) und Jörg Zedler (Universität Regensburg) // Am 26. April 2025 wird die STEIERMARK SCHAU unter dem Titel Ambition & Illusion in Schloss Eggenberg eröffnet. Anlass ist das 400-jährige Bestehen der Residenz der fürstlichen Familie Eggenberg. Das ist auf jeden Fall ein Grund, das bei Graz gelegene Schloss zu feiern, doch warum hat dies auch Relevanz für Bayern, genauer: für Franken und hier besonders für Bayreuth?

Kreuzigungsgruppe Residenz München grau weiss

Goldglanz und Glasfluss – Konservierung und Restaurierung einer Goldemail-Kreuzigungsgruppe für die Andachtsnische der Kurfürsten

Ein Gastbeitrag von Katharina Hörberg // Sie ist nur etwa 18 Zentimeter hoch – und trägt doch ein ganzes Stück Glaubensgeschichte, höfischer Frömmigkeit und kunsthandwerklicher Meisterschaft in sich: die sogenannte Kreuzigungsgruppe, eine kleine, aber kostbar gearbeitete Goldemailplastik aus dem späten 16. Jahrhundert. Seit dem Frühjahr 2024 ist sie nun wieder an ihrem historischen Platz zu erleben – in der rekonstruierten Andachtsnische im kurfürstlichen Schlafzimmer der Residenz München, wo sie einst Teil des privaten Gebetsinventars von Max III. Joseph war.