Autor: Bayerische Schlösserverwaltung

ohnes und schwahn artenintenvarisierung

Ein Projekt zur Förderung unserer Artenvielfalt & dem Schutz gefährdeter Tiere und Pflanzen

Diese Woche stehen weltweit unsere Insekten und die Artenvielfalt im öffentlichen Fokus. Am 20. Mai hatten wir mit dem Weltbienentag unsere Bienenwoche gestartet und zum heutigen Internationalen Tag der Artenvielfalt lenken wir auch nochmal den Blick auf alle anderen gefährdeten und schützenswerten Tier- und Pflanzenarten. Hierfür wollen wir euch eines unserer Projekte zur Biodiversität und dem Artenschutz in unseren Anlagen vorstellen:

Falkenstein entwurf ludwig II

Falkenstein – Ein Projekt Ludwigs II.

Von Dr. Uwe Gerd Schatz, Kurator der Schlösser Ludwigs II. Ludwig II. plante seit 1883 eine weitere Burg, während seine Neue Burg (nachmals Neuschwanstein) noch in Bau war: Falkenstein, einige Kilometer westlich von Neuschwanstein, anstelle der Ruine von Deutschlands höchstgelegener mittelalterlicher Burg. Die vollendete Vision einer Burg Das Projekt einer neuen Burg Falkenstein war bei der extrem ausgesetzten Lage des Bauplatzes in 1.268m Höhe, bei der enormen Fernwirkung, die der Bau gehabt hätte, und vor allem bei dem hochmögenden, phantasiereichen und vielschichtigen Programm der Räume die vollendete Vision einer Burg. Aus der entscheidenden Planungsphase 1884/5 haben sich für die Haupträume prächtige, farbige und sehr präzise perspektivisch angelegte Entwürfe erhalten, die der Architekt Max Schultze und der Maler August Spieß gemeinsam geschaffen haben. Diese ermöglichen es dem Betrachter besonders gut, sich gehend oder sanft schwebend in die phantastische Bildwelt dieses einzigartigen Projektes hineinzuversetzen. In dem kompakten, rundansichtigen und malerisch komponierten Bau sollten im Erdgeschoss Küche und Dienerschaftsräume eingebaut werden. Der 1. Stock sollte die Wohnräume des Königs aufnehmen, Vorzimmer, Speisezimmer, Arbeitszimmer und Schlafzimmer. Den ganzen 2. …

pelargonienausstellung nymphenburg

Von royaler Sammelleidenschaft zur Pflanzenausstellung

Von Lisa Caroline Heun Die Nymphenburger Pelargoniensammlung Mit Beginn der Renaissance entwickelte sich ein stetiges Interesse am Sammeln alles Exotischen, welches sich auch auf die Gartenkunst und die Ausstattung der herrschaftlichen Gärten erstreckte. Viele einflussreiche Herrschaftshäuser unterhielten Sammlungen seltener Pflanzen, die gute botanische und gärtnerische Kenntnisse voraussetzten.

Madonna in Anbetung, Joseph Stieler

Die Madonna kehrt heim – Ein weiteres Kunstwerk Joseph Stielers bereichert seit kurzem Schloss Nymphenburg

Wer Schloss Nymphenburg besucht wird nicht nur von einer beeindruckenden Schloss- und Gartenanlage, einem imposanten Festsaal im Rokokostil oder dem Geburtszimmer Ludwigs II. begeistert berichten können: Auch die  Schönheitengalerie, die im Auftrag König Ludwigs I. von Joseph Stieler von 1827-1850 gemalt wurde, zählt zu den Hauptattraktionen des Schlosses. 36 Bildnisse klassizistischer Porträtkunst zeigen schöne Frauen aus den verschiedensten Gesellschaftsschichten. Stieler schuf jedoch bereits vor der berühmten Schönheitengalerie Kunstwerke für die Sommerresidenz der Wittelsbacher in Nymphenburg. Eines davon möchten wir Euch heute vorstellen. Eine neue Facette des bayerischen Hofmalers Joseph Stieler (1781 Mainz – 1858 München), der seit 1812 für König Max I. Joseph von Bayern in München tätig war und 1820 zum bayerischen Hofmaler ernannt wurde, zeigt mit einem Andachtsbild für die evangelische Königin Karoline eine ganz andere Facette seines Schaffens. 1817 malte er das für ihn ungewöhnliche Bildmotiv der „Madonna in Anbetung“ für Karoline, die Gemahlin von König Max I. Joseph. Das Gemälde wurde ursprünglich für das Kabinett des Königinnen-Appartements geschaffen, was uns durch ein zeitgenössisches Aquarell überliefert ist. Das Madonnenbildnis ist von der …

studioausstellung herrenchiemsee

„Unbekanntes Neuschwanstein“ – Eine Sonderausstellung im König Ludwig II.-Museum

Von Dr. Uwe Gerd Schatz, red. Ann Katrin Schulte Die mittelalterliche Ritterkultur und Sagenwelt hat König Ludwig II. Zeit seines Lebens fasziniert. Tannhäuser, Parzival und Lohengrin dienten ihm seit seiner Jugend als Identifikationsfiguren. Diese Faszination lebte er in eindrucksvollem Maße bei der Innenausstattung seines  mittelalterlichen Bauprojektes aus: Schloss Neuschwanstein oder die „Neue Burg Hohenschwangau“, wie Ludwig sie nannte.

Cosa Rara Ludwig II

Statt duftendem Heu nur Braten, Forellen und Rotwein… König Ludwig II. und die Pferde

Von Philipp Weber Ludwig II. war zeit seines Lebens ein Pferdenarr und in jungen Jahren auch ein hervorragender Reiter. Stundenlang, so legen es Quellen nahe, sei der junge Ludwig auf der Reitbahn der Münchner Hofreitschule im Kreis geritten, um so für seine Distanzritte in Richtung der geliebten Berge in Form zu bleiben.

Hauskapelle Neuschwanstein

Der heilige Ludwig IX. von Frankreich, Namenspatron Ludwigs II.

Von Dr. Uwe Gerd Schatz, Kurator der Schlösser Ludwigs II. Zum Geburtstag König Ludwigs II. am 25. August Ludwig I. von Bayern, Großvater Ludwigs II., wurde auf den heiligen Ludwig IX. getauft, weil er an dessen Namenstag, dem 25. August, geboren worden war. Als der nachmalige Ludwig II. auch an einem 25. August geboren wurde, bat sich Ludwig I. für seinen Enkel auch diesen Namen aus.