„In utraque Fortuna“ – Ein Wittelsbacher mit wechselhaftem Geschick. Zum 300. Todestag des Kurfürsten Max Emanuel (1662-1726)
War es nun ein falsch behandeltes Magengeschwür oder doch ein letzter Schlaganfall, der den finalen Vorhang über dieses barocke Lebens-Spektakel niederfallen ließ? „Umb 6 und 3 Viertl Uhr Abends“ des 26. Februars 1726 – heute vor 300 Jahren also – war es jedenfalls soweit: Am Ende eines zweimonatigen Krankenlagers mit Erbrechen und Bauchkrämpfen sowie laut Hofkalender darob „gänzlich aufgezehrte[n] Leibskräften“ wechselte Kurfürst Maximilian II. Emanuel „in 63. Jahr und 7 Monat erreichten Lebens-Alter Dero weltlichen Purpur mit dem ewigen“ – übrigens selbstredend und trotz „elendster Disposition“ mit „ungeschwächter Gemüts-Stärke“: schließlich reden wir von einem bayrisch-wittelsbacher Mannsbild!






