Alle Artikel mit dem Schlagwort: Kurfürst Max Emanuel

Unser Rückblick 2012: zwischen Pomeranzenduft, essigsaurem Wasser, sächsischem Buddhapriester und Prinzregentenzeit

Heilig Abend steht vor der Tür. Die heimischen Tannenbäume werden weihnachtlich geschmückt, die Öfen laufen auf Hochtouren und die Kalorienzähler auch. Gute Vorsätze zum Jahreswechsel gibt es nun genügend. Zuvor stürzt sich aber der ein oder andere von uns noch auf den letzten Drücker ins Getümmel der Weihnachtseinkäufe, beschallt von Jingel Bells und Weihnachtsklassikern der Popmusik, bevor es dann doch hoffentlich ruhiger und besinnlicher zugeht. Auch wir befinden uns im Endspurt – Zeit also, unser Jahr 2012 Revue passieren zu lassen.

Ein neues Stück für unsere Sammlung: Kurbayerische Bildpropaganda auf einem barocken Thesenblatt

Schmuck präsentiert sich der große Kupferstich hinter Glas in seinem eleganten Graphikrahmen aus hellem Holz. In diesem Zustand erinnert nichts mehr an die mühselige und kleinteilige Arbeit, die damit verbunden ist, ein fragiles und nicht immer als museale Kostbarkeit erachtetes Stück bedrucktes Papier aus dem 17. Jahrhundert wieder möglichst nah an sein ursprüngliches Erscheinungsbild heranzuführen.

Die zehnte Residenzwoche kündigt sich an

Mitte Oktober wird es wieder einmal soweit sein: Wenn auf der Festwiese abschließender Kassensturz gemacht und das Riesenrad langsam in seine Einzelteile zerlegt wird, beginnt in der Residenz die heiße Phase der Aufbauarbeiten: Wie jedes Jahr laden wir in der Woche nach dem Oktoberfest vom 12. bis zum 21. Oktober zur Residenzwoche ein – dieses Jahr schon zum zehnten Mal seit 2002.

Live aus dem Schlosspark – Götter und (viele) Menschen feiern Max Emanuels Geburtstag

Im September richten sich bekanntermaßen die Augen der ganzen Welt auf das unter der Altweibersonne wohlig leuchtende München – des vorverlegten Oktoberfestes wegen. Auch vor 350 Jahren war das nicht anders, aber die September-Festlichkeit von 1662, die damals das Staunen von halb Europa weckte (auch bei denjenigen, die damals weder das ferne München noch Bayern recht lokalisieren konnten), galt nicht Bierzelt und Riesenrad, sondern der Taufe des kleinen Kurprinzen Max Emanuel:

Gastbeitrag: Rundum-Sorglos-Paket – „Kurfürst Max Emanuel in Schleißheim“ – Vision und Wirklichkeit

Heute lest Ihr einen etwas anderen Blogpost. Es geht weniger um historische Inhalte oder Restaurierungsmaßnahmen, stattdessen berichte ich aus der Sicht einer Volontärin bei der Bayerischen Schlösserverwaltung. In der Museumsabteilung gibt es eine Vielzahl an Aufgabenfeldern, wie Raumbeschriftungen, Audio-Guides, Apps, Ausstellungen, Leihverkehr, Pressearbeit, Recherche … und vieles mehr.

Kinderportät max emanuel bayern

Kleiner Sonnenschein? Kindheit und Erziehung eines Kurprinzen im 17. Jahrhundert

Aus einem Meer roter und silberner, über und über mit Rüschen. Perlen und gerafften Samtbändern verzierter Stoffe blicken zwei dunkle Augenpaare aus Puppenköpfchen recht furchtlos auf den Betrachter. Jeder Zoll ein hoheitliches Paar, scheinen die beiden Zwerge bereit, sofort zu repräsentieren, einen Ball zu eröffnen oder eine formvollendete Audienz abzuhalten, wäre da nicht der befremdliche Kontrast – die kindlichen Proportionen, die unfertigen, offenen Gesichtchen…

Ein blaues Wunder erleben – MUSEO-Blog-Parade 2012 – unser Jahresthema: Max Emanuel, der „blaue Kurfürst“

Hochbetrieb in der Schlösserverwaltung – und natürlich auch in der Residenz: Kaum ist die königliche „Götterdämmerung“ verblasst – die überaus erfolgreiche Landesausstellung in Schloss Herrenchiemsee, die 2011 anlässlich des 125-jährigen Todestags Ludwigs II. Leben und Lebenswelt des Märchenkönigs vorstellte – , da wirft das nächste Jubiläum schon seine Schatten voraus: Am 7. Juli jährt sich zum 350. Mal der Geburtstag des bayerischen Kurfürsten Max Emanuel (1662-1726), der erstmals von seinen osmanischen Gegnern respektvoll als „Mavi Kral“ bezeichnet wurde.