Autor: Uta Piereth

Hohenzollernwoche Cadolzburg

Die Hohenzollern in Bayern – Geschichte verortet

Zugegeben, sie ist wirklich groß und eindrucksvoll, die altehrwürdige Cadolzburg bei Nürnberg. Und ihre Hohenzollernvergangenheit kommt seit 2017 im neuen Museum dort auch richtig zur Geltung. Aber Cadolzburg ist ja bei Weitem nicht der einzige Ort, der über Jahrhunderte sehr stark von diesem bedeutenden Herrschergeschlecht geprägt wurde, auch wenn er eine Art Motor- und Scharnierfunktion für diese dynastische Karriere hatte. Schaut man sich einmal um, wo überall Bauten, Kunstwerke, sogar ganze Städte in besonders hohem Maß mit den Hohenzollern in Verbindung stehen, staunt man nicht schlecht: Von der Schwäbischen Alb mit der Stammburg in Hechingen über die Grabstätte in Heilsbronn, die Markgrafenstädte Ansbach, Erlangen und Bayreuth und im Norden haben sagenhaft viele sehenswerte Stätten mit diesem Herrschergeschlecht zu tun. Das Netzwerk der Hohenzollernorte   Diese Orte und ihre historischen Bezüge jenseits heutiger Bundeslandgrenzen und Verwaltungssystematik aufzuspüren und auf einer gemeinsamen kulturgeschichtlichen Landkarte sichtbar zu machen war die Motivation für den Zusammenschluss. Anfangs waren es keine 20 Orte. Allmählich wurden es aber immer mehr Objekte die dies ebenfalls als lohnendes und interessantes  Unterfangen ansahen, sich anschlossen …

Cadolzburg_Sonderausstellung

Köstlichkeiten auf Pergament und Gaumen – Eine Sonderausstellung zum ältesten deutschsprachigen Kochbuch

Stichlingsmägen und Finkenzungen als Zutaten für Essbares? Das kommt einem seltsam vor, selbst wenn man dem Mittelalter so allerhand Schräges zutraut… Und doch gibt es ein Rezept im ältesten deutschsprachigen Kochbuch aus jener Zeit um 1350, das diese und andere „Köstlichkeiten“ zu verarbeiten vorschlägt – allerdings nur im Scherz.

Vorsicht Verletzungsgefahr

„Vorsicht! Verletzungsgefahr…“ Die Sonderausstellung auf der Cadolzburg

Erstaunlich! Solche Verletzungen überlebten Menschen? Wenn man die Heilungsspuren an manchem Schädel früherer Jahrhunderte betrachtet, die trotz heftiger Attacken mit scharfkantigen Waffen entstanden sind, staunt man. Beispiele dafür gibt es in der kleinen Wechselausstellung in Cadolzburg zu sehen, die noch bis 21.10. läuft.

Gastbeitrag: EDLE FRAUEN…

Königinnen, Herzoginnen, edle Frauen – ihren Spuren begegnet man in der Residenz München auf Schritt und Tritt, nicht nur in den Räumen, die ausdrücklich nach den Damen benannt sind wie die sog. Charlottenzimmer. Doch auch an Orten, die man mit so nobler Weiblichkeit auf Anhieb nicht in Verbindung bringt, sind die edlen Frauen präsent wie seit kurzem auf der Burg Prunn im Altmühltal: „Ritter, Recken, edle Frauen. Burg Prunn und das Nibelungenlied“ lautet dort das Thema der neuen Dauerausstellung.

Lifestyle auf dem Präsentierteller

Viel Licht, Goldglanz und reflektierende Kristalllüster, noble Gemälde an den grün bespannten Wänden und edelste Schaustücke auf Tischchen und Boden – so präsentierte sich die Galerie des Paradeappartements von Kurfürst Karl Albrecht (1726-45) der feinen Gesellschaft. Wer sich bei den höfischen Abendveranstaltungen in diesem „Spazier-Sahl“ tummelte, konnte damals zwischen den Fenstern sechs vergoldete Tischchen sehen.