Autor: Uta Piereth

Hohenzollernwoche Cadolzburg

Die Hohenzollern in Bayern – Geschichte verortet

Zugegeben, sie ist wirklich groß und eindrucksvoll, die altehrwürdige Cadolzburg bei Nürnberg. Und ihre Hohenzollernvergangenheit kommt seit 2017 im neuen Museum dort auch richtig zur Geltung. Aber Cadolzburg ist ja bei Weitem nicht der einzige Ort, der über Jahrhunderte sehr stark von diesem bedeutenden Herrschergeschlecht geprägt wurde, auch wenn er eine Art Motor- und Scharnierfunktion für diese dynastische Karriere hatte.

Cadolzburg_Sonderausstellung

Köstlichkeiten auf Pergament und Gaumen – Eine Sonderausstellung zum ältesten deutschsprachigen Kochbuch

Stichlingsmägen und Finkenzungen als Zutaten für Essbares? Das kommt einem seltsam vor, selbst wenn man dem Mittelalter so allerhand Schräges zutraut… Und doch gibt es ein Rezept im ältesten deutschsprachigen Kochbuch aus jener Zeit um 1350, das diese und andere „Köstlichkeiten“ zu verarbeiten vorschlägt – allerdings nur im Scherz.

Vorsicht Verletzungsgefahr

„Vorsicht! Verletzungsgefahr…“ Die Sonderausstellung auf der Cadolzburg

Erstaunlich! Solche Verletzungen überlebten Menschen? Wenn man die Heilungsspuren an manchem Schädel früherer Jahrhunderte betrachtet, die trotz heftiger Attacken mit scharfkantigen Waffen entstanden sind, staunt man. Beispiele dafür gibt es in der kleinen Wechselausstellung in Cadolzburg zu sehen, die noch bis 21.10. läuft.

Gastbeitrag: EDLE FRAUEN…

Königinnen, Herzoginnen, edle Frauen – ihren Spuren begegnet man in der Residenz München auf Schritt und Tritt, nicht nur in den Räumen, die ausdrücklich nach den Damen benannt sind wie die sog. Charlottenzimmer. Doch auch an Orten, die man mit so nobler Weiblichkeit auf Anhieb nicht in Verbindung bringt, sind die edlen Frauen präsent wie seit kurzem auf der Burg Prunn im Altmühltal: „Ritter, Recken, edle Frauen. Burg Prunn und das Nibelungenlied“ lautet dort das Thema der neuen Dauerausstellung.

Lifestyle auf dem Präsentierteller

Viel Licht, Goldglanz und reflektierende Kristalllüster, noble Gemälde an den grün bespannten Wänden und edelste Schaustücke auf Tischchen und Boden – so präsentierte sich die Galerie des Paradeappartements von Kurfürst Karl Albrecht (1726-45) der feinen Gesellschaft. Wer sich bei den höfischen Abendveranstaltungen in diesem „Spazier-Sahl“ tummelte, konnte damals zwischen den Fenstern sechs vergoldete Tischchen sehen.