Alle Artikel mit dem Schlagwort: Restaurierungszentrum

Die Schlösser und ihr Inventar aus allernächster Nähe – die Spezialisten des Restaurierungszentrums gewähren in dieser Rubrik Einblicke in Kunst- und Restaurierungstechniken, die den Betrachtern in den Schlössern meist verborgen bleiben. Auch welche Überlegungen die Restauratoren bei ihrer Arbeit leiten und wie sie die Behandlung eines Objekts planen und begründen, kann man hier erfahren.

schloss rosenau rekonstruktion

Restaurierung oder Romantik 2.0? Zur Rekonstruktion der Innenausstattung von Schloss Rosenau

In diesem Jahr feiert das Museum in Schloss Rosenau in Rödental sein dreißigjähriges Bestehen. Zu diesem feierlichen Anlass möchten wir euch einen besonderen Blick hinter die Kulissen gewähren. Heute erklärt Restauratorin Marion Biesalski Wissenswertes rund um die Vorgehensweise und Herausforderungen bei der Rekonstruktion der Innenausstattung von Schloss Rosenau.   Der Beschluss war gefasst: „… Park und Schloß sollten, soweit möglich, in den ursprünglichen Zustand versetzt werden.“ Wie schon zu lesen war, hatte Schloss Rosenau nach Abdankung des letzten Herzogs 1918 unterschiedlichsten Zwecken gedient, zuletzt als Altenheim. Weder von der ursprünglichen Wanddekoration noch vom Inventar des im Geiste der Romantik ausgestatteten Adelswohnsitzes war bei dessen Übergabe an die Schlösserverwaltung 1972 etwas übriggeblieben. Restauratoren, Bau- und Kunsthistoriker machten sich daran zu erforschen, was unter dem „ursprünglichen Zustand“ wohl genau zu verstehen wäre. Eine heikle Aufgabe, wenn man vermeiden wollte, fehlende Informationen durch „Stilempfinden“, „Erfahrung“ und „guten Geschmack“ zu ersetzen, wie es in vergangenen Epochen sowohl in der Denkmalpflege also auch in der Restaurierung gerne mal praktiziert wurde. Eine romantische Nachempfindung von Romantik war nicht das Ziel einer …

Entwurfskizze Plafond Spiegelsaal Herrenchiemsee

Der Plafond des Spiegelsaals: Ein Kunstwerk aus dem 19. Jahrhundert und eine Reise zu seinem großen Vorbild

Die Spiegelgalerie zu Zeiten Ludwigs XIV. Die Gesandten aus Siam waren tief beeindruckt. Im Zuge ihrer Reise an den königlichen Hof in Versailles im Jahr 1686 (hier geht es zu einer Ansicht der Szene aus einem weiterführenden Artikel) sollten Sie einen Eindruck von der uneingeschränkten Macht Ludwigs XIV. erhalten. Und nun standen sie in der Spiegelgalerie des Schlosses, den Kopf tief in den Nacken gelegt, um die zahlreichen Bilder an der Decke zu betrachten. Der 73 Meter lange und über zehn Meter breite Saal erlaubte auf der Fensterseite den Ausblick auf eine sich bis zum Horizont erstreckende Parklandschaft, während sich gegenüber das Licht in 375 großen Spiegeln brach – eine einzigartige Demonstration technischer und kultureller Meisterleistungen.

Max I Joseph Porträt

Ein Gemälde auf Reisen

„König Max I. Joseph von Bayern“ aus der Residenz Ellingen besucht „Ludwig van Beethoven“ im Beethoven-Haus Bonn – und hat sich dafür schön gemacht Wenn ein König auf Reisen geht, will das gut geplant sein. Daran ändert es auch nichts, dass die Straßen heutzutage besser und die Fortbewegungsmittel mittlerweile schneller und komfortabler sind als zu Zeiten des bayerischen Königs Max I. Joseph – und dass ebendieser nicht mehr persönlich, sondern in Form eines Gemäldes verreisen möchte. Im Gegenteil, die Reise einer Kostbarkeit wie des Gemäldes Max I. Josephs vom berühmten Porträtmaler Joseph Karl Stieler bedarf einiger Vorbereitungen.

reiherfigur restaurierungszentrum schlösserverwaltung

Wie Phönix aus der Asche: Die Restaurierung eines Rokokotischs mit Reiherskulptur

Das Neue Schloss Bayreuth bewahrt einen wertvollen Bestand besonderer Bildhauermöbel. So manches dieser Möbel hat seit seiner Fertigung eine bewegte Geschichte erlebt. Besitzerwechsel des Schlosses ließen auch das Mobiliar wandern, das selbst vor Kriegsschäden nicht gefeit war. Ein Beispiel eines solchen Möbelstücks aus der Zeit um 1750 und dessen Weg von der Ruine zum Prachtstück stellen wir heute vor.

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Gerechtigkeit und Beharrlichkeit für die Gelbe Treppe! – Teil 2

Im ersten Teil unserer kleinen Serie haben wir über das Projekt „Gelbe Treppe“ in der Residenz München berichtet.  Die ersten Schritte auf dem Weg zur Neuschöpfung der beiden Karyatiden, die das Portal am Ende der Treppe tragen, zeigten wir als Slideshow. Das Modell einer der Skulpturen im Maßstab 1:3 war entstanden.

karyatiden residenz münchen

Gerechtigkeit und Beharrlichkeit für die Gelbe Treppe! – Teil 1

Was sich auf den ersten Blick liest wie die Parole aus einer politischen Streitschrift, beschreibt in Wahrheit die anspruchsvolle Aufgabe, die unserem Bildhauer Benno Ortner übertragen wurde: Es handelt sich um die Neuschöpfung zweier verlorener Gipsskulpturen nach alten Vorbildern, ausgeführt und erzählt in drei Etappen.

die3vom RZ

Ein gutes Bild bildet… Das Restaurierungszentrum auf Instagram

Instagram? Im Kollegenkreis des Restaurierungzentrums (RZ) war nicht jeder davon überzeugt, dass es sinnvoll sein könnte, sich an den Social-Media-Aktivitäten der Schlösserverwaltung zu beteiligen. Als Restauratorin in diesem Arbeitsbereich interessiert mich die Vermittlung unseres Wissens an Laien aber schon lange, digitale Medien „liegen“ mir auch – also ergriff ich sehr gerne diese Möglichkeit zu posten.