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300 Jahre Hofgarten der Residenz Würzburg

Hofgarten_Würzburg

Die Residenz Würzburg – UNESCO-Weltkulturerbe seit 1981 – wird heuer 300 Jahre alt. Anlässlich dieses Jubiläums möchten wir im folgenden Beitrag einen Überblick über die historische Entwicklung des Hofgartens und die vielen aktuellen gartendenkmalpflegerischen Aufgaben der Bayerischen Schlösserverwaltung geben.

Vom Rokokogarten zum Englischen Landschaftsgarten

Der formale Garten im 18. Jahrhundert

Der Grundstein sowohl der Residenz Würzburg als auch des Hofgartens wurde unter der Regierungszeit des Würzburger Fürstbischofs Johann Philipp Franz von Schönborn (reg. 1719-1724) im Jahre 1720 als einheitliche formale Anlage angelegt. Da sich jedoch der Baugrund, für eine Stadtresidenz angemessen, innerhalb der Festungsmauern befand und man auch nicht vorhatte eine Bresche in die Wallmauern zu schlagen, begrenzten die Stadtbefestigungsanlagen die räumliche Ausdehnung des Hofgartens mit einer Gesamtfläche von ca. 9 Hektar. Da außerdem das Gelände vom späteren Residenzplatz zu den Bastionsmauern hin stark anstieg, erforderte dies eine ausgeklügelte Terrassen- und Treppenplanung. Bereits unter dem ersten Residenzbaumeister und Architekt Baltasar Neumann wurde im Jahre 1723 von seinem Mitarbeiter Johann Salver ein Kupferstich vom zukünftigen Würzburger Hofgarten angefertigt, der die Residenz und den Hofgarten zusammen zeigt. Allerdings wurde erst nach der Fertigstellung des barocken Residenzbaus die Umsetzung der formalen Hofgartenentwürfe unter Fürstbischof Adam Friedrich von Seinsheim (reg. 1755-1779) maßgeblich vorangetrieben.

Residenz Würzburg Hofgarten Karte

Grundriss des Würzburger Hofgartens – wie er nach seiner Vollendung aussehen sollte. Johann Prokop Mayer, Würzburg 1785. Legende: 1 Ostgarten, 2 Residenz, 3 Gärtnerei, 4 Südgarten, 5 Orangerie, 6 spätere landschaftliche Partie und 7 späterer Küchengarte. BSV-G Plansammlung, Hofgarten Würzburg.

Plan Würzburger Hofgarten Ostgarten

Ansicht auf den Ostgarten aus der Vogelperspektive, Entwurfsplan nach Johann Prokop Mayer, 1774. Legende: 1 Bastionsspitze mit Rundtempel, Treppen-/ Rampen und Kaskaden; 2 Wasserbassin mit Fontäne und Parterrebeeten; 3 Laubengänge; 4 Boskette mit Formschnittgehölzen und 5 Querallee und Hauptweg. BSV-G Plansammlung, Hofgarten Würzburg.

So wurde die Residenz noch im Stil des Barock, als ein Residenzschloss aus einem Guss und in nur 24 Jahren Bauzeit erstellt. Der Hofgarten hingegen wurde erst später begonnen und dann bereits auch schon im Stil des Rokokos angelegt. Mit der Realisierung der ersten Gartenteile des Südgartens wurde schließlich erst unter dem Würzburger Hofgärtner Johann Demeter 1756 angefangen. Bis zu dessen Tod 1769 war der Südgarten immer noch nicht fertiggestellt und der Ostgarten noch nicht begonnen. Um die Umsetzung weiter voranzutreiben, holte von Seinsheim im Jahre 1770 den böhmischen Gartenkünstler Johann Prokop Mayer (1735-1804) an den Würzburger Hof. Somit trat Mayer noch im selben Jahr die Nachfolge von Demeter als neuer Würzburger Hofgärtner an. Die Meisterleistung der formalen Gartenentwürfe von Mayer ist die kleinteilige Gestaltung und die jeweils mit kostbarem Zierrat ausgestatteten repräsentativen Gartenpartien, welche als einzelne sowie in sich abgeschlossene Gartenräume entworfen wurden. Das Charakteristische der formalen Vegetationsstrukturen des Hofgartens waren, damals wie heute, die vielfältigen Formschnittgehölze: Alleen, Laubengänge, Hecken und Spaliere. Hierbei war Mayers Idee, wie auch anderen Orts, dass es keine Trennung mehr zwischen Nutz- und Ziergarten gab. Hierbei waren die vielen Ostformschnittgehölze als Kessel-, Kegel-, Spalier- oder Laubengangformen, die einen hohen Zierwert hatten, das Besondere zu Mayers Zeit.

Die Gestaltung nach dem Entwurfsplan von Mayer aus dem Jahre 1785 (siehe erster Plan oben) kann man sich in etwa so vorstellen: Der Ostgarten (1) war aus drei terrassierten Ebenen aufgebaut, diese wiederum waren mit Treppen und Rampen erschlossen und verbunden. Gestalterisch bildete der gestelzte Dreiecksverlauf der Festungsmauern den räumlichen Rahmen und zudem bildete die Bastionsspitze den Bezugspunkt zu der symmetrischen Garten- und Fassadengestaltung der Residenz (2). Ein gestalterischer Kniff für einen formalen Garten aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts war der Promenadenweg auf den Bastionsmauern mit Balustraden als Geländer. Dies ermöglichte Blickbeziehungen sowohl in den Ostgarten, als auch in die umgrenzende Kulturlandschaft. Die Verbindung des erhöht liegenden Bastionsweges mit den ebenerdigen Gartenwegen war als ein umlaufender Rundweg entworfen und war somit ein Vorläufer, der sich erst später als Gürtelweg (engl. belt) in den Englischen Landschaftsgärten als ein zentrales Element in vielen Anlagen etablierte. Unterhalb und vor der Festungsmauer in der Bastionsspitze der zweiten Terrasse war eine Kaskadenanlage geplant, die in einem runden Wasserbassin auf der untersten Terrassenebene in Form einer Fontäne ihren krönenden Abschluss finden sollte. Die Verbindung vom Ost- zum Südgarten bildete nicht wie in französischen Gärten die Tiefenachse, sondern die Querachse, die in Form einer breiten Allee und Hauptweg scharnierartig den Ost- und den Westgarten miteinander verbindet. Der rechteckige Südgarten (4) hingegen lag in der Ebene und mit einem mittigen kreisförmigen Wasserbassin ausgestattet. Die Gestaltung und Wegeführung hier orientierte sich an den österreichischen Gärten. In der Gärtnerei (3) lagen weitere repräsentative Zierbeete und viele verschiedene Gewächshäuser. Allerdings wurden nach dem Tod von Mayer nach 1804 nicht mehr alle seine formalen Entwurfsideen (6 Irrgarten +7 Parterrebeete vor der Orangerie) umgesetzt.


Die Charakteristika von Barock- und Rokokogärten:

Den Barockgarten kennzeichnen seine Größe und Weitläufigkeit, zentrale Achsen und großzügige Alleen, die auf die meist erhöht liegenden Schlossprunkräume zuführen und zugleich weit in die Landschaft ausgreifen. Prägend ist zudem eine symmetrische Gestaltung in Form von Parterres und Bosketts. Im Gegensatz dazu charakterisieren den Rokokogarten eine geringere Größe und die Abschirmung von der Umgebung. Eine kleinteilige, raffinierte und detailreiche Ausgestaltung durch Kleinarchitekturen, Skulpturen und verspielte geometrische Vegetationsstrukturen sowie das Spiel mit Licht und Schatten sind typisch. Die Vielfalt und die Abwechslung bestimmen den neuen Zeitgeist des Rokokos. Das Spiel mit Kontrasten jeglicher Art wird im Gegensatz zum Barock zu einem charakteristischen Motiv der Gestaltung.

Die landschaftliche Gestaltungsphase im 19. Jahrhundert

Diese Entwicklung setzte jedoch schon früher ein, da der Nachfolger des 1779 verstorbenen Fürstbischof Adam Friedrich von Seinsheim, der neue Fürstbischof Franz Ludwig von Erthal (reg. 1779–1795), ein im Zeitgeist der Aufklärung regierender Kurfürst und ein Anhänger des Englischen Landschaftsgartens war. Somit war im Grunde ab 1779 die Phase der formalen Gartengestaltung beendet.

Englische Partie, Kraus, 1799

Landschaftliche Partie, Kraus 1799. Quelle: BSV-G Plansammlung, Hofgarten Würzburg.

Da von Erthal kein Freund geometrischer Anlagen war, ließ er auch die Kaskade in der Bastionsspitze im Ostgarten nicht mehr bauen und die Schmuckfassade der Orangerie (5) lediglich in vereinfachter Form ausführen. Ebenso wurde der Irrgarten (7) nicht mehr gebaut und stattdessen wurde von Amtmann Geigel in den 1790er-Jahren eine landschaftliche Partie entworfen und gebaut. Eines der letzten Projekte unter Mayer war die Anlage eines Küchengartens zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Hierzu war allerdings eine Flächenarrondierung notwendig. So wurde in diesem Kontext damals ein Teil der Gartenflächen des an die Orangerie angrenzenden St.-Afra-Klosters dem Hofgarten zugeschlagen, womit die größte Ausdehnung erreicht wurde. Im 19. Jahrhundert wurde der Hofgarten immer wieder dem jeweiligen Zeitgeist entsprechend angepasst, was letztlich auch eine Folge der großen territorialen Umwälzungen um 1800 war. So gehörte die Residenz Würzburg und der Hofgarten nach dem Ende des Kurfürstentums Würzburg von 1804 bis 1814 zum Großherzogtum Würzburg.  Ab 1815 wurde die Residenz und der Hofgarten eine Nebenresidenz der bayerischen Könige in Franken.

Residenz Würzburg Uraufnahme

Uraufnahme der Residenz Würzburg und des Hofgartens aus den 1830er Jahren. © Geodatenbasis: Bayerische Vermessungsverwaltung.

Im Rahmen der ersten großflächigen und bayernweiten Landesvermessung zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde auch die Stadt Würzburg komplett vermessen und so zeigt der Ausschnitt aus der Uraufnahme aus den 1830er-Jahren den Hofgarten, wie er sich damals präsentierte. Ganz mit der Mode der Zeit wurden auch hier wie andernorts vermehrt große Bäume und viele zierende Blütensträucher gepflanzt (siehe historische Postkarte links), wodurch allerdings der Hofgarten seine Großräumigkeit verlor und die architektonische Einheit zwischen Residenz und Hofgarten nicht mehr primäres Ziel waren. In diesem Kontext verschwand auch die strenge und architektonische Formensprache des Rokokos, die formalen Zierelemente und zudem wurde damit einhergehend die aufwendige skulpturale und vegetative Ausstattung des Hofgartens in großen Teilen reduziert oder vereinfacht. Ebenso wurde eine Vielzahl der von Mayer eingeführten Formobstgehölze wieder entfernt. Dies geschah vermutlich zum einen aus Geschmacksgründen und zum anderen zur einfacheren Gartenpflege, da der Hofgarten nunmehr ein Nebenresidenzgarten war.

Links: Historische Postkarte, landschaftliche Gestaltungsphase des kgl. Hofgartens im Ostgarten, hier: zugewachsene Boskette, entstanden in der Zeit zwischen ca. 1850 und 1918. Rechts: Historische Postkarte, landschaftliche Gestaltungsphase des kgl. Hofgartens im Ostgarten, hier: Teppichbeete, entstanden in der Zeit zwischen ca. 1850 und 1918. BSV-G Postkartensammlung, Hofgarten Würzburg.

Weitere Einflussfaktoren vom Zier- und Nutzgarten, hin zum reinen Nutzgarten, waren sowohl die Einführung exotischer Gehölze als auch die Anlage von großen Teppichbeeten, die mit Schmuckblattpflanzen und Blumen auf den Rasenflächen (siehe historische Postkarte rechts) angelegt wurden. Da sich die neu gepflanzten Bäume in dem Kulturgartenboden prächtig entwickelten, verschatte der Hofgarten als Folge immer mehr und die Gartenräume wuchsen immer weiter zu, sodass man um 1900 kaum noch Blickbeziehungen von den verschiedenen Gartenpartien auf die Residenz wahrnehmen konnte.

Der Hofgarten heute – Eine formale Gartenanlage mit landschaftlicher Partie

Südgarten mit Fontäne historische Postkarte Residenz Würzburg

Historische Postkarte, landschaftliche Gestaltungsphase des kgl. Hofgartens im Südgarten, hier: Wasserbassin/ Steinskulpturen mit Teppichbeeten und den noch jungen Eibenkegeln, entstanden in der Zeit zwischen ca. 1850 und 1918. BSV-G Postkartensammlung, Hofgarten Würzburg.

Die gartendenkmalpflegerischen Fachdiskurse im Wandel der Zeit

Der Hofgarten veränderte sich, wie oben bereits beschrieben, im Laufe des 19. Jahrhunderts vor allem bedingt durch die vielen gut und frei wachsenden Gehölze und einer musealen Pflege sukzessive von einem rein formalen Garten mit vielen architektonischen Zier- und Ausstattungselementen hin zu einem waldartigen Landschaftspark mit floralen, zierenden und künstlerisch überhöhten Vegetationselementen (siehe historische schwarz-weiß Postkarte). So wurden zwar die formalen Gartenstrukturen beibehalten, jedoch konnte man die Ost- und Südfassaden der Residenz von vielen Standpunkten im Ost- und Südgarten aus kaum noch betrachten. Allerdings sollte sich bald darauf zu Beginn des 20. Jahrhunderts die fachliche Auffassung von Gartenpflege in Würzburg und andernorts grundlegend ändern. Dies führte dazu, dass im Hofgarten einzelne Bäume gefällt und viele Gartenbereiche ausgelichtet wurden. So konnte dann ab 1950 schließlich der Garten wieder sukzessive und schrittweise an die formalen Strukturen des späten 18. bzw. frühen 19. Jahrhunderts angenähert und in Teilbereichen auch zurückgeführt werden.

Nach dem langwierigen Wiederaufbau der Residenz Würzburg nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die denkmalpflegerische und konservatorische Arbeit an Residenz und Hofgarten – als einheitlich gestaltete formale Residenz – mit dem Eintrag auf der Welterbeliste als UNESCO-Weltkulturerbe im Jahre 1981 gekrönt. So war dies einerseits für die Bayerische Schlösserverwaltung Anerkennung und andererseits zugleich Ansporn, das Erreichte für die Nachwelt zu sichern und den Bestand im Rahmen der Möglichkeiten stets weiterzuentwickeln. So zeigt sich der Hofgarten dank umfangreicher gartendenkmalpflegerischer Sanierungsmaßnahmen in den letzten Jahren und einer kontinuierlich guten Pflege heute wieder von seiner besten Seite.

Hofgarten_Würzburg

Südgarten mit kegelfömig geschnittenen Eiben (um 1890 gepflanzt), Blumenrabatten und Sitzbänken.

Beispiele gartendenkmalpflegerischer Projekte

Eines der größeren Gartenprojekte der letzten Jahrzehnte war die Wiederherstellung des ehemaligen Küchengartens gegen Ende der 1990er-Jahre. So wurde dieser bis 1969 von den Gärtnern der Schloss- und Gartenverwaltung Würzburg noch gepflegt. Aus verschiedenen Gründen wurden allerdings nach 1969 die allermeisten Formobstbäume gerodet und durch moderne Ziervegetationselemente im Mauerbereich zum Orangerie Vorfeld hin ersetzt. Die Gemüsebeete wurden eingeebnet und darauf Rasen angelegt. Außerdem wurde der Mittelweg entfernt und es blieb lediglich der umlaufende Weg erhalten. Die gartendenkmalpflegerische Zielstellung der Bayerischen Schlösserverwaltung für den Küchengarten im Würzburger Hofgarten hatte das Ziel, den Besucher*innen die historischen Obstbaumkultivierungs- und Formobstschnitttechniken von Johann Prokop Mayer aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in einer modernen, aber doch authentischen Art und Weise zeigen und vermitteln zu können.

Küchengarten-vorher nachher

Der Küchengarten vor (links) und nach (rechts) der Sanierung.

Aktuell ist die Bayerische Schlösserverwaltung dabei, im englischen Gartenteil des Hofgartens den bisherigen Wegeverlauf aus dem 20. Jahrhundert rückzubauen und nach historischen Plänen des 19. Jahrhunderts wieder dem ursprünglichen Zustand anzunähern. Ende 2019/ Anfang 2020 wurde der erste Bauabschnitt fertiggestellt. Im Sommer 2020 soll schließlich auch der zweite Bauabschnitt begonnen werden. Es wurde hier vor allem auf zwei Aspekte Wert gelegt: erstens auf die Einbeziehung von historischen Bodenbefunden, die den neuen Wegeverlauf begründen und zweitens auf einen historisch nachweisbaren Aufbau der wassergebundenen Wege. Allerdings ist es hierbei ebenso wichtig, dass neben dem Vorbild der historischen Pläne und nachweisbaren Ausführungsdetails, auch heutige Anforderungen und Ausführungsregularien berücksichtigt werden müssen. Nun ist es seit dem Frühjahr dieses Jahres wieder möglich, die historische Gestaltung in Teilbereichen annähernd so zu erleben, wie diese im ausgehenden 18. bzw. frühen 19. Jahrhundert vorhanden war.

Wegeverlauf Residenz Würzburg Park

Englischer Teil, Struktur und Verlauf der Wege nach der Sanierung. Foto: Andreas Rinneberg – Büro Wiegel.

Die gartendenkmalpflegerischen Aufgaben der Zukunft

Eine große Aufgabe ist es, den Würzburger Hofgarten für nachfolgende Generationen zu erhalten. Hierbei haben verschiedene Faktoren Einfluss, wie das veränderte Besuchs- und Nutzerverhalten der Besucher*innen und weiterentwickelte Vorstellungen in der Grünflächenpflege von historischen Gärten. Eine aktuelle Mammutaufgabe ist zudem der Umgang mit den Auswirkungen des Klimawandels, da sich bereits heute abzeichnet, dass viele in den historischen Gärten etablierte Pflanzenarten nur unter hohem Einsatz an personellen und materiellen Ressourcen zu halten sind. Die neuen klimatischen Rahmenbedingungen haben in den letzten Jahren einen gartendenkmalpflegerischen Diskurs in der Fachwelt in Gang gesetzt, wo Möglichkeiten und Grenzen der Wandelbarkeit von historischen Gärten liegen. Eine der Optionen könnte die Verwendung klimaangepasster Arten sein, die vom Vegetationsbild her der historischen Pflanzenverwendung nahekommen. Da diese Arten allerdings in vielen deutschen Anlagen historisch nicht verbürgt sind, ist vor deren Einsatz eine umfassende Abwägung und denkmalpflegerische Diskussion erforderlich. Wie die weiteren klimatischen Veränderungen aussehen und wie damit umgegangen werden kann, ist in großen Teilen noch offen. Diese Thematik wird die Bayerische Schlösserverwaltung daher noch lange begleiten und ist eine der aktuell schwierigsten Herausforderungen für die Zukunft.

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Blick auf den Ostgarten von der südlichen Promenade aus: Parterre mit kreisrundem Broderieparterre, Blumenrabatten, Wasserbecken, Rosenbeeten und Laubengängen auf den unteren Rampen.

 


Vielen Dank an Hr. Bechtold (Technischer Leiter), der SGV Würzburg; Fr. Sebastian (Social-Media-Managerin, ZL10), Hr. Albert (Ltd. Direktor der Gärtenabteilung, G1) und Hr. Väth (Referent der Gärtenabteilung, G5), alle drei von der Bayerischen Schlösserverwaltung in München.

Zum Nachlesen und Schmökern:
Albert, Jost (2006): Hofgarten Würzburg. Kurzführer mit Gartenplan, illustriert. Herausgegeben von der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen, München.
Friedrich, Verena; Kummer Stefan; Neubert, Michaela et al. (2007): Pomona Franconica – Früchte für den Fürstbischof. Ausstellungskatalog. Herausgegeben von der Universitätsbibliothek Würzburg und dem Martin-von-Wagner-Museum, Würzburg.
Helmberger, Werner (2019): Residenz und Hofgarten Würzburg. Amtlicher Führer mit Gartenplan, illustriert. 1. Aufl. d. Neufassung. Herausgegeben von der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen, Ergolding.

 

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