Autor: Christina Sebastian

Dickbauchbuddha

Ostasiatisches Porzellan in Bayern

Die Ostasiatische Porzellansammlung der Wittelsbacher in der Residenz München ist eine der bedeutendsten fürstlichen Sammlungen dieser Art in Europa. Sie umfasst über 500 Porzellane aus China und Japan. Der Großteil der Stücke stammt aus der Zeit um 1700, als chinesische Luxusprodukte gerade besonders in Mode waren. Das kostbare Gut Porzellan wurde über die Seidenstraße oder den Seeweg nach Europa gebracht. Wir finden, damit ist „Ostindisches Porzellan in Bayern“ ein hervorragendes Thema für die Blogparade Europa und das Meer, die derzeit vom Deutschen Historischen Museum veranstaltet wird. Die Wittelsbacher und ihre Schätze aus dem Fernen Osten Die Wittelsbacher Sammlung geht auf die berühmte Kunstkammer Herzog Albrechts V. (reg. 1550-1579) zurück. In dem frühesten Inventar der Kunstkammer von 1598 sind bereits Porzellane erwähnt. Da es im Europa dieser Zeit noch kein Porzellan gab, muss es sich hier um chinesische Stücke handeln. Chinesisches Porzellan war zu Albrechts Zeiten ein ganz besonderer Luxusartikel, den man gerne unter Fürstenhäusern verschenkte. Über die Seidenstraße oder den Seeweg wurde das kostbare Gut nach Europa gebracht. Frühes chinesisches Porzellan kam möglicherweise über die …

Roseninsel_blühende Rose

Die Roseninsel im Starnberger See – Domizil der Bayerischen Könige

König Maximilian II. und das Casino auf der Roseninsel im Starnberger See Am 8. Oktober 1850 erwarb König Maximilian II. von der Fischerfamilie Kugelmüller die Insel Wörth vor dem Westufer des Starnberger Sees zum Preis von 3000 Gulden. Der Wiener „Civil-Ingenieur“ Franz Jakob Kreuter erhielt im Jahr darauf den Auftrag, ein kleines Inselhaus zu bauen, das bis heute als Casino bekannt ist. Es sollte als Sommervilla zur privaten Erholung der königlichen Familie dienen. Vorbilder für die Gestaltung des Casinos waren zum einen antike Villen und italienische Landhäuser, aber auch der Typus des alpenländischen Schweizer-Hauses. Die Gartengeschichte der Roseninsel Für die Gartengestaltung konnte kein geringerer als Peter Joseph Lenné gewonnen werden. Lenné war Generaldirektor der königlich Preußischen Hofgärten. Ursprünglich geplant hatte er – ähnlich wie in der Schloss- und Gartenanlage Charlottenhof in Sanssouci – ein von Osten nach Westen verlaufendes Band geometrischer Gartenpartien. Bei der Ausführung wurde seine ohnehin schon reduzierte Entwurfsidee allerdings noch einmal stark vereinfacht: übrig blieb nur das Rosenrondell in zentraler Lage direkt vor dem Casino. 360 Hochstammrosen und 1000 „Centifolien“ (sogenannte Kohlrosen), aber auch zahlreiche …