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Oktober(Kunst-)Fest: Die Residenzwoche 2011 und die Neueröffnung der Grünen Galerie

113 Führungen in einer Woche – jetzt den Überblick behalten

Vom 8. bis 16. Oktober 2011 findet die 9. Residenzwoche statt – für eine gute Woche steigt das spätsommerliche Besucheraufkommen im Schloss nochmals rasant an. Neben viel Enthusiasmus und Freude über das Besucherinteresse bringen diese Tage auch jede Menge an organisatorischem Aufwand und Herausforderungen der eigenen logistischen Brillanz: Gilt es doch zu vermeiden, dass sich zur Mittagszeit fünf Gruppen gleichzeitig in drei Sprachen vor den Kurfürstenzimmern die Klinke in die Hand geben.

Er trägt schwer an seiner Verantwortung: Der Atlant unter der Kurfürstenloge des Cuvilliés-Theaters dient als Residenzwochenlogo

In Dutzenden von verschiedenen Sonder- und Themenführungen werden Dinge gezeigt und Türen geöffnet, die im normalen Museumsbetrieb meist geschlossen bleiben müssen. Kerker und Folterkammern gibt es dabei zwar weniger zu bestaunen, auch die nützlicheren der zahlreichen Geheimgänge bleiben weiterhin – geheim.
Wer aber beispielsweise wissen will, wie es auf den Dächern des Schlosses und in den mittelalterlichen Fundamenten der allerfrühesten Residenzgebäude zugeht, sollte die Gelegenheit nicht verpassen!

Über 100 Höhepunkte und ein besonderes Highlight:
Die neu eingerichtete Grüne Galerie

Diesjährigen Besuchern bietet die Residenzwoche vor allem anderen ein ganz besonderes Erlebnis: Pünktlich zur Eröffnung wird einer der schönsten und wichtigsten Räume des Schlosses nach mehrjährigen Vorarbeiten neu eingeweiht: Es handelt sich um die sogenannte Grüne Galerie in den Reichen Zimmern, den offiziellen Wohn- und Gesellschaftsräumen der Kurfürsten des 18. Jahrhunderts. Die Galerie diente als Auftakt dieser ungeheuer prachtvoll und erlesen ausgestatteten Raumfolge: Hier wurden einst den staunenden Besuchern ausgesuchte Meisterwerke der Wittelsbacher Gemäldesammlung präsentiert, von denen heute zahlreiche in der Alten Pinakothek hängen. Leider wurden die besten dieser Bilder schon im 19. Jahrhundert abgezogen, die Galerie brannte im Zweiten Weltkrieg aus und konnte erst in den 1970er Jahren wieder für das Publikum geöffnet werden.

Grüne Galerie, Zustand 1944, Blick vom Spiegelsaal nach Süden.

Ab Oktober kann nun die ursprüngliche spätbarocke Hängung der einstmals für diesen Raum bestimmten Bilder in Augenschein genommen werden: Mit detektivischen Spürsinn und hohem Engagement haben die Mitarbeiter der Schlösserverwaltung die originale Hängung der Bilder weitgehend rekonstruiert. So wird erstmals seit 200 Jahren die Galerie wieder annähernd so zu erleben sein, wie sie ursprünglich von den fürstlichen Auftraggebern und den ausführenden Künstlern um 1730 konzipiert worden ist. Mehr dazu in den kommenden Beiträgen!

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