Alle Artikel mit dem Schlagwort: Residenz München

Die Münchner Residenz digital rekonstruiert – Ein Beitrag zur Baugeschichte, Teil 2

Ein Gastbeitrag von Jan Lutteroth // Die Residenz München hat viele Geheimnisse – und einige davon verbergen sich nicht in den erhaltenen Prunkräumen, sondern darunter: in den Fundamenten, den vermauerten Türmen, den überbauten Höfen und verschwundenen Gebäuden. Denn was heute als geschlossenes Gesamtensemble erscheint, ist in Wahrheit das Ergebnis von Jahrhunderten mal planvoller, mal improvisierter Bautätigkeit – angetrieben von Herrschern und Herrscherinnen, die alle ihre eigenen Vorstellungen davon mitbrachten, was eine fürstliche Residenz zu sein hatte. In zwei Beiträgen werden neuere Erkenntnisse und darauf aufbauende Forschung anderer Autorinnen und Autoren zur Baugeschichte vorgestellt – anhand digitaler 3D-Modelle, die die historischen Zustände des Bauwerks räumlich greifbarer machen. Der zweite Beitrag widmet sich Wilhelm V. und Maximilian I. wobei Letzterer in zwei Abschnitten behandelt wird und wir trotzdem noch nicht am Ende seiner Regierungszeit angelangt sind.

Rekonstruktion-Residenz München

Die Münchner Residenz digital rekonstruiert – Ein Beitrag zur Baugeschichte, Teil 1

Ein Gastbeitrag von Jan Lutteroth // Die Residenz München hat viele Geheimnisse – und einige davon verbergen sich nicht in den erhaltenen Prunkräumen, sondern darunter: in den Fundamenten, den vermauerten Türmen, den überbauten Höfen und verschwundenen Gebäuden. Denn was heute als geschlossenes Gesamtensemble erscheint, ist in Wahrheit das Ergebnis von Jahrhunderten mal planvoller, mal improvisierter Bautätigkeit – angetrieben von Herrschern, die alle ihre eigenen Vorstellungen davon mitbrachten, was eine fürstliche Residenz zu sein hatte. In zwei Beiträgen werden neuere Erkenntnisse zur Baugeschichte vorgestellt – anhand digitaler 3D-Modelle, die die historischen Zustände des Bauwerks räumlich greifbarer machen. Wir beginnen mit den drei frühen Bauperioden unter Albrecht IV., Wilhelm IV. und Albrecht V. – drei Herrscher, drei Modelle, und eine Wasserburg, die sich zur Residenz verwandeln sollte.

Canovas Venus ResMü

Bewegte Schönheit. Zur Neupräsentation von Antonio Canovas Venus in der Münchener Residenz

Wer der Venus von Antonio Canova begegnet, soll ihr nicht nur frontal gegenüberstehen, sondern sie umschreiten, entdecken und immer wieder neu wahrnehmen können. Genau dieses Prinzip prägte bereits ihre frühe Präsentation und geriet im Laufe der Zeit zunehmend in den Hintergrund. Die aktuelle Neupräsentation knüpft bewusst an diese Idee an und macht Bewegung erneut zum Schlüssel der Betrachtung.

Constantin Pelka Baroqueblockbuster

Was ist Rokoko? Was ist Barock? – Wie man die Stilepochen selbst erkennen kann

Ein Gastbeitrag von „Baroqueblockbuster“ Constantin Pelka // Seit mehr als 5 Jahren reise ich durch Europa, auf der Suche nach kulturellen Trüffeln aus der Ära des Barock und des Rokoko. Seit Anfang an, noch als Student der Kunstgeschichte in München, haben mich besonders auch die Schlösser in Bayern in ihren Bann gezogen.

Kreuzigungsgruppe Residenz München grau weiss

Goldglanz und Glasfluss – Konservierung und Restaurierung einer Goldemail-Kreuzigungsgruppe für die Andachtsnische der Kurfürsten

Ein Gastbeitrag von Katharina Hörberg // Sie ist nur etwa 18 Zentimeter hoch – und trägt doch ein ganzes Stück Glaubensgeschichte, höfischer Frömmigkeit und kunsthandwerklicher Meisterschaft in sich: die sogenannte Kreuzigungsgruppe, eine kleine, aber kostbar gearbeitete Goldemailplastik aus dem späten 16. Jahrhundert. Seit dem Frühjahr 2024 ist sie nun wieder an ihrem historischen Platz zu erleben – in der rekonstruierten Andachtsnische im kurfürstlichen Schlafzimmer der Residenz München, wo sie einst Teil des privaten Gebetsinventars von Max III. Joseph war.

Spielwerk Affe Residenz München

„Ja laust mich der Affe…?“ Verkehrte Welt und Automatenbegeisterung in der Schatzkammer

Seit diesem Frühjahr haben wir in Raum IX der Schatzkammer eine neue Schauvitrine eingerichtet, hinter deren goldglänzender Front wir in periodischen Abständen wechselnd jeweils ein Einzelobjekt oder eine kleine zusammengehörige Gruppe aus unseren reichen Beständen gesondert mit den Besucherinnen und Besuchern unter die Lupe nehmen wollen. Anhand dieser Beispiele möchten wir die meist längeren und immer interessanten Geschichte(n) unserer Schätze ausführlicher darstellen, als es angesichts von über 1200 Kostbarkeiten in den insgesamt zehn Sammlungsräumen per Audioguide oder kurzen Begleittexten sonst möglich ist. Den Anfang unserer „Vorstellungsreihe“ haben wir schon vor einigen Wochen mit einer besonders faszinierenden Rarität gemacht: Einem goldenen Automatenkunstwerk aus dem späten 16. Jahrhundert…

Karl Theodor vs. Dan Brown – Die Illuminaten

„Das Gerücht, das schnellste aller Übel/[…].Ein schreckliches Monster, riesig, das so viel, wie es Federn hat, /ebenso viele wachsame Augen darunter besitzt, wundersam zu erzählen;/so viele Zungen, ebenso viele Münder ertönen, so viele Ohren richtet es auf.“ Resigniert, ja ängstlich, schildert der römische Dichter Vergil in seinem Epos „Aeneis“ die riesige, stets wachsende Fama, die unaufhaltsame Göttin des Gerüchts.

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„Kommt ein Vogel geflogen“, manchmal auch zwei. Einblicke in die Konservierung und Restaurierung des Alabastervasenpaars mit Miniaturmosaik

Wer die Zeit rund um die Feiertage genutzt hat, um durch das Münchner Residenzmuseum zu streifen, hat womöglich die zwei Alabastervasen bereits entdeckt! In den „Päpstlichen Zimmern“ sind diese beiden besonderen Kostbarkeiten seit Oktober vergangenen Jahres zu sehen. Einige Besucher konnten die Aufstellung sogar direkt vor Ort miterleben. Unser Team aus Konservatoren und Restauratoren haben alle Kräfte gebündelt, um die Konservierung und Restaurierung dieser einzigartigen Schmuckstücke mit Sorgfalt und nach den neuesten Standards durchzuführen.

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Wie alte Pläne in neuem Licht erstrahlen. Die Ausstellung: Friedrich Ludwig von Sckell – Gartenkünstler, Stadtplaner & Fachbuchautor

Die Ausstellung „Friedrich Ludwig von Sckell – Gartenkünstler, Stadtplaner & Fachbuchautor“ in der Residenz München präsentiert noch bis zum 31. März 2024 sieben Pläne und ein historisches Gartenmodell aus der Zeit dieses bedeutenden Gartenkünstlers. Die Exponate zeigen die Planungen und Visionen Friedrich Ludwig von Sckells (1750-1823). Neben Parks und Gärten plante Sckell auch Gewächshäuser und Parkarchitekturen. Für die Ausstellung wurde ein Schnittmodell des Geranienhauses in Nymphenburg auf Basis der historischen Entwurfspläne angefertigt.