39 Suchergebnisse für: otto von wittelsbach

Keine fliegenden Teppiche, aber solche, auf die man fliegt: Die Otto-von-Wittelsbach-Tapisserien

Otto hat es eilig: Im goldverzierten Harnisch, den Federhelm auf dem Kopf und die Fahne keck geschultert, ist er auf dem Weg in die Zukunft: Die entfaltet sich in diesem Fall im Hintergrund in Gestalt klettergewandter Krieger, die waghalsig auf senkrecht an einer steilen Felswand lehnenden Sturmleitern emporklimmen. Dargestellt ist ein für das Herrscherhaus der Wittelsbacher entscheidender historischer Moment, die Eroberung der Veroneser Klause im September 1155:

Zurück am Platz: Arnulf der Böse und Otto von Scheyern geben sich (wieder) die Ehre

Auch wenn die Residenz und ihre Geschichte nicht gerade als Terra incognita der historischen und- Kunstgeschichtsforschung gelten muss, ist unser geliebter Kasten doch stets noch für eine Überraschung gut. So vor einigen Jahren, als sich zwei zusammengerollte und mehr oder minder im Depotwinkel vergessene Leinwandrollen als die letzten Überreste der einstigen malerischen Ausstattung der frühbarocken Sommerwohnung Maximilians I. entpuppten.

Wittelsbacher Brunnen Residenz München

Ritterhelm mit Duschfunktion – der Wittelsbacherbrunnen

Im Sommer dient er als sprudelnde Erfrischung in der steinernen Wüste der Residenzhöfe, winters erinnert er unter seiner geheimnisvollen Holzverpackung an eine – auch erfrischende – Glühweinbude auf dem Weihnachtsmarkt: Der Wittelsbacherbrunnen ist ein absolutes Highlight unserer Schlossanlage. Wohl verborgen im Zentrum der verschachtelten, über Jahrhunderte gewachsenen Hofanlagen, bildet er – obwohl nur wenige Schritte vom lärmigen Zentrum mit Marien- und Odeonsplatz entfernt – eine Oase der Stille.

Bamberg Alte Hofhaltung

Mittelalterliche Spuren auf dem Bamberger Domberg – die Kapellen der Alten Hofhaltung

Als »Nabel von Teutschland« und Mittelpunkt des Landes rühmte der Geograph Johann Georg Hager im Jahr 1751 die Stadt Bamberg. Wer heute auf den Domberg hinaufsteigt, versteht rasch, dass diese Worte mehr meinten als eine geographische Lage. Tür an Tür stehen hier Dom, Alte Hofhaltung und Neue Residenz – ein Ensemble, das über Jahrhunderte hinweg das politische und religiöse Zentrum des fränkischen Hochstifts formte.

„Und ich sag: Ab in den Süden“: Mit jambischen Sprüngen auf den Spuren von Carl Rottmanns italienischen Landschaften….

„Anders Natur und Gebräuche auch wo italienisch die Sprache/Schöner wird Alles, es spricht alles erheiternd uns an.“ Mit solchen erwartungsfrohen Worten startet die „Grand Tour“ in Bildern, auf die sich die Besucher der Residenz machen können, die den gewinkelten „Allerheiligengang“ betreten, der sich um den östlichen Teil des Brunnenhofs herumzieht. Und heben sollen sich nicht nur mit rhythmischem Klappern die Versfüße, sondern auch die eigenen, bzw. die Pferdhufe – denn der Weg ist weit, führt er doch über Tirol und die schroffen Alpen ins Sehnsuchtsland Italien, ganz den Stiefel hinab bis an die Küste des fernen Siziliens, das einstige „Großgriechenland“!

Monument Men stehen restauriert an der Wand – die Fresken der Hofgartenarkaden

Rüstige Recken, würdige Weisheitslehrer und da und dort auch eine minnigliche Maid – wer im südwestlichen Abschnitt der Arkaden des Hofgartens promeniert, vielleicht auch nur Schatten oder Schutz vor einem plötzlichen Regenschauer sucht, sieht sich einer mehrere Dutzend Meter langen bayerischen Erfolgsgeschichte gegenüber!

Die Hofgartenarkaden: Klenze wird erstmals tätig – und dann unflätig…

Momentan verdecken Baustellen-Planen das Hofgartentor und die westlichen Arkaden, die den Odeonsplatz von der frühbarocken Gartenanlage im Norden der Residenz trennen. Auf den Gerüsten wird eifrig gearbeitet, um Außenfassaden und die metallenen Dächer zu sanieren. Obwohl man dem Klassizismus ja Zeitlosigkeit bescheinigt, gehen die Jahre eben doch nicht spurlos an den Bauten vorüber und der Handlungsbedarf ist dringend.    

„Leben mit den Unsterblichen“: Das Sanktuarium Maximilians II. – ein neuer Themenraum im Münchner Residenzmuseum

„GERECHT UND BEHARRLICH“ dröhnt es in stuckierten Großbuchstaben hoch über den Stufen der prächtigen Gelben Treppe am Portal, das Unerschrockene in die einstigen Wohngemächer König Ludwigs I. (reg. 1825-1848) führt. Als Türwächter gewähren die im Jahr 2020 aufwendig rekonstruierten Plastiken eben jener personifizierten Herrschertugenden Einlass, nämlich die baumlangen Damen „Justitia“ und „Perseverantia“. Doch jenseits der so pompös in Architektur übertragenen Regierungsmaxime des gleichermaßen schwerhörigen wie autoritären Bayernherrschers geht es in diesen Tagen deutlich stiller und zurückgenommener zu: In dämmrigem Zwielicht erscheinen kleinformatige Gemälde und Graphiken, eine Art Hausaltar und eine Versammlung bronzener Büsten, die mit metallischem Blick den Eintretenden fixieren. Darüber schwebt an der Wand eine weitere, aber ganz anderslautende Devise: „Erkenne Dich selbst!“