Alle Artikel mit dem Schlagwort: Burg Prunn

Tintenzeug Burg Prunn Ausstellung

Ein frühbarockes Tintenzeug – ein zufälliger Fund auf der Burg Prunn

Bei Arbeiten in der Burg Prunn fand der Kastellan per Zufall ein gut erhaltenes Tintenzeug. Auf der folgenden Abbildung sieht man das noch verunreinigte Fundstück in allen Einzelteilen: in der Mitte der Korpus, rechts der Sandstreuer und links der Rest des Tintenfasses. Zu einem Tintenzeug gehören, neben dem Korpus, der dekorativ aussehen soll, immer ein Tintenfass und ein Sandstreuer, die in die runden Aussparungen des sonst hohlen Korpus eingehängt werden. Mit dem Sand wurde die noch nasse Tinte, die mit einem angespitzten Federkiel aufs Papier gebracht wurde, durch Aufstreuen fixiert und getrocknet. Die Ablage vorne diente zum Niederlegen des Federkiels. Bei unserem Tintenzeug handelt es sich um eine Fayence. Der beige Tonscherben ist mit grün marmorierter Glasur überzogen. Diese Art der Glasuren findet man gehäuft im süddeutschen und südtiroler Raum. Vergleichbare Tintenzeuge weisen auf ein Entstehungsdatum um 1675 hin. Neben sehr feinen Tintenzeugen, die so wertvoll waren, dass sie nur für den höfischen Gebrauch geeignet waren, gibt es auch schon früh solche „irdenen“ Tintenzeuge, die hübsch anzusehen, für das gehobene Bürgertum gefertigt wurden. Der Korpus …

Prunner Codex Buchmalerei

Zur Herstellung des Prunner Codex – Die Farben der Nibelungen (Teil 2)

In einem ersten Beitrag konntet Ihr bereits nachlesen wie unsere Papierrestauratoren den Einband des wertvollen Prunner Codex in aufwendiger Handarbeit rekonstruiert haben. Heute geht es weiter mit Buchmalerei. Restaurator Jan Braun beschreibt, welche Untersuchungen und Schritte notwendig waren, um ein Faksimile der ersten Doppelseite des berühmten mittelalterlichen Werks anzufertigen.

Gastbeitrag: Eine Niederbayerin am Etzelhof? #KBlogbeitrag2013

Der Gastbeitrag erscheint im Rahmen der Kultur-Blogparade 2013. Der wissenschaftliche Mitarbeiter Sebastian Karnatz stellt das Hörspielprojekt für Burg Prunn vor. Eine Kelheimer Schulklasse bereichert mit ihren Hörstücken das museale Angebot auf der Burg Prunn im Altmühltal. Wir sagen: Danke! „Groß Getumml! Dausend Leid rennan um mi rum! Oana is gstressda als da anda. Etz mua i scho mol frong, wos de do machan. Siiie??? Wos machans na da…. Wos da wird a Festl vorbereitet…? De Burgund‘n solln kemma, ho i grod im vorbeigeh ghert…“

Gastbeitrag: EDLE FRAUEN…

Königinnen, Herzoginnen, edle Frauen – ihren Spuren begegnet man in der Residenz München auf Schritt und Tritt, nicht nur in den Räumen, die ausdrücklich nach den Damen benannt sind wie die sog. Charlottenzimmer. Doch auch an Orten, die man mit so nobler Weiblichkeit auf Anhieb nicht in Verbindung bringt, sind die edlen Frauen präsent wie seit kurzem auf der Burg Prunn im Altmühltal: „Ritter, Recken, edle Frauen. Burg Prunn und das Nibelungenlied“ lautet dort das Thema der neuen Dauerausstellung.

Gastbeitrag: Recken – vom Bad im Drachenblut zur höfischen „zuht“

Ob die bayerischen Herzöge, die in der Residenz ihr Quartier aufgeschlagen hatten, tatsächlich echte „Recken“ waren, vermag man aus heutiger Perspektive nur schwer zu beurteilen. Zupackend und diplomatisch geschickt war ein Herzog wie Maximilian I., der 1623 zum Kurfürst wurde, mit Sicherheit – aber ein echter Recke?