Hinter den Kulissen, Residenz München
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Gerechtigkeit und Beharrlichkeit für die Gelbe Treppe! – Teil 2

benno gelbe treppe bildhauer residenz münchen

Im ersten Teil unserer kleinen Serie haben wir über das Projekt „Gelbe Treppe“ in der Residenz München berichtet.  Die ersten Schritte auf dem Weg zur Neuschöpfung der beiden Karyatiden, die das Portal am Ende der Treppe tragen, zeigten wir als Slideshow. Das Modell einer der Skulpturen im Maßstab 1:3 war entstanden. Nun gilt es, diesen Entwurf auf die Originalgröße der künftigen Abgüsse zu übertragen. Der Ablauf ist ähnlich – hier wollen wir anhand von Fotos die wesentlichen Arbeitsschritte erklären: Zunächst war am Ort der künftigen Präsentation, auf dem oberen Absatz der „Gelben Treppe“, eine „Interimswerkstatt“ eingerichtet worden.

Ein Blick hinter die Kulissen

Gelbe Treppe Portalbau

Der Nachbau des Portals im Maßstab 1:1 stellt die Originalsituation nach.

gelbe treppe karyatiden bau

Diese Stahlkonstruktion bildet das Skelett der Skulptur. Sie dient als Träger der Modelliermasse – es werden etwa 500 kg Ton angetragen!
Ein mit Holz und Sisalfasern angefüllter Gipskern hilft Gewicht zu sparen.

Aufgeklatscht!

gelbe treppe nachbau

Mit Schwung wirft der Bildhauer Quadrate aus natürlichem Ton an. Diese Antragsweise sorgt für gute Haftung und vermeidet Luftblasen.

Aufklatschen Gelbe Treppe Karyatiden Residenz München

Nach und nach wird die Körperform definiert, erst dann wird die Ausformung der Kleidung angegangen.

residenz münchen gelbe treppe

Klenzes Entwürfe und alte Fotos vom zerstörten Original stets im Auge nähert sich der Bildhauer Schritt für Schritt der perfekten Form an.

 

karyatiden gelbe treppe residenz münchen

Details werden in einem „lederharten“, halbtrockenen Zustand des Tons geformt.

Wunderschön sieht die Gerechtigkeit hier schon aus.

Warum sie auf dem Weg zum fertigen Gipsabguss wieder zerstört wird, zeigen wir in Teil 3 unserer Serie. Alle Arbeitsschritte rund ums Abgießen werden wir mit der Videokamera verfolgen. Seid gespannt!

 

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