Alle Artikel mit dem Schlagwort: Frauen am Hof

Sie waren nicht nur Mütter, Schwestern und Gattinnen – sie waren Herrscherinnen, Bauherrinnen, Diplomatinnen und lenkten die Geschicke ihrer Familien: Die Rede ist von Frauen am Hof! Wir widmen uns in diesem Jahr im Rahmen einer größeren Blogreihe einigen heute leider wenig bekannten Damen der bayerischen Geschichte. Die Beiträge drehen sich um das Leben und Wirken außergewöhnlicher weiblicher Persönlichkeiten, die in Verbindung mit unseren Burgen, Schlössern und Residenzen stehen.

hippolyte clairon bayreuth

Hippolyte Clairon – Von der Pariser Bühne an den Ansbacher Markgrafenhof

Die aufsehenerregenden Biografien von Mätressen führten lange Zeit ein Schattendasein, was der moralischen Verurteilung der Zeitgenossen, aber auch der nachfolgenden Generationen geschuldet ist. Oftmals waren sie kluge, ehrgeizige Frauen, die sich dem gesellschaftlichen Rollenklischee widersetzten, ihre eigenen Interessen verteidigten und ihren gewonnen Einfluss am Hof zu nutzen verstanden. Eine von ihnen war die Französin Hippolyte Clairon, gefeierter Schauspielstar der Pariser Comédie Française und langjährige Mätresse des Markgrafen Alexander von Ansbach-Bayreuth (1736–1806).

sophia von sachsen-weissenfels

Sophia von Sachsen-Weißenfels: Deutschsprachige Oper für Bayreuth

Oper in Bayreuth? Da fallen heutzutage vielen Musikfreund*innen zwei Namen ein: Richard Wagner und Markgräfin Wilhelmine. Doch auch vor der Regentschaft des theaterliebenden Markgrafenpaars Wilhelmine und Friedrich III. (reg. 1735–1763) gab es bereits eine Blütezeit des Musiktheaters im kleinen Markgrafentum, die eng mit einer kunstsinnigen Frau verbunden ist: Sophia von Sachsen-Weißenfels (1684–1752). Sie heiratete 1699 den Bayreuther Erbprinzen Georg Wilhelm und war an seiner Seite von 1712 bis 1726 Markgräfin von Brandenburg-Bayreuth. Die Eheleute teilten das Interesse an Theater, Musik und prächtigen Festen.

Kurfürstin Maria Leopoldine

Maria Leopoldine von Österreich-Este – die „Retterin des Wittelsbacher Throns“

Weiter geht es mit unserer Blogreihe rund um das Leben und Wirken weiblicher Persönlichkeiten, die in Verbindungen mit unseren Schlössern, Burgen und Residenzen stehen. Eine ganz besonders spannende Frau ist heute im Fokus: Maria Leopoldine von Österreich-Este (1776-1848). Die in Mailand geborene Erzherzogin war nur vier Jahre Kurfürstin von Bayern und der Pfalz, allerdings in politisch bedeutender Mission. Danach avancierte sie als Gutsbesitzerin und erfolgreiche Geschäftsfrau zur damals reichsten Frau Bayerns. Ihre Biographin Sylvia Krauss-Meyl attestiert der temperamentvollen Habsburgerin eine geistige und materielle Unabhängigkeit wie sie kaum eine andere Frau ihrer Zeit hatte.

Christiane Charlotte

Tatkräftig trauern: Christiane Charlotte von Württemberg-Winnental, Regentin von Ansbach

Wie selbstverständlich viele Fürstinnen ihre Ehemänner beim Regieren unterstützten und sie bei Abwesenheit vertraten, zeigte bereits der Beitrag über die Kurfürstin Elisabeth von Bayern-Landshut. Dennoch konnte die Übernahme der Regentschaft im Falle minderjähriger Thronfolger nach dem Tod des Fürsten ein schwieriges Unterfangen sein. So war es auch bei der bis heute gerühmten Ansbacher Markgräfin Christiane Charlotte (*28. August 1694, reg. 1723, + 25. Dezember 1729), der dies aufgrund ihrer Klugheit, politischen Erfahrung und außergewöhnlichen Hartnäckigkeit gelang.

Juliane von Sachsen-Coburg-Saalfeld

Juliane von Sachsen-Coburg-Saalfeld – die russische Großfürstin aus Coburg

„Und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage…“ Prinzessinnen im Märchen haben denen des wahren Lebens häufig etwas voraus: eine glücklich verlaufende Ehe. Die der Coburger Prinzessin Juliane besaß kein Happy End und höchstens anfangs märchenhafte Züge. Für das Coburger Herzogtum aber war sie überaus bedeutsam!  

Maria Anna Christine von Bayern

Maria Anna Christine – ein Leben zwischen München und Versailles

Mit unsrer Reihe zu weiblichen Biografien bei Hofe bleiben wir noch eine Weile im wechselvollen 17. Jahrhundert und widmen den heutigen Beitrag einer eher tragischen Heldin: der Wittelsbacher Kurprinzessin Maria Anna Christine Victoria Josepha Benedikta Rosalia Petronilla (1660-1690). Vielnamige älteste Tochter des bayerischen Herrscherpaars Ferdinand Maria und Henriette Adelaide sowie große Schwester des lebenslustigen „Barock-Kurfürsten“ Max Emanuel (reg. 1679-1726), dessen Regentschaft glanzvolle Höhenflüge und spektakuläre Abstürze prägten. Ähnliches gilt für seine ernstere, zwei Jahre ältere Schwester, die (via Eheschließung) eine steile Karriere machte – und einen hohen Preis zahlte…

Barbara von Brandenburg

Barbara von Brandenburg – Altlast statt Königskrone

Wir widmen uns in diesem Jahr im Rahmen einer Blogreihe einigen heute leider wenig bekannten Damen der bayerischen Geschichte. Die Beiträge drehen sich um das Leben und Wirken besonderer weiblicher Persönlichkeiten, die in Verbindung mit unseren Burgen, Schlössern und Residenzen stehen. Museumsreferentin Uta Piereth erzählt heute vom traurigen Leben Barbara von Brandenburgs, deren Schicksal bereits früh in vermeintlich günstige Bahnen gelenkt worden war, dann allerdings doch ganz anders kam…

Hedwig von Burghausen

Hedwig – Eine polnische Königstochter in Burghausen

Sie waren nicht nur Mütter, Schwestern und Gattinnen – sie waren Herrscherinnen, Bauherrinnen, Diplomatinnen und lenkten die Geschicke ihrer Familien: Die Rede ist von Frauen am Hof! Wir widmen uns in diesem Jahr im Rahmen einer größeren Blogreihe einigen heute leider wenig bekannten Damen der bayerischen Geschichte. Die Beiträge drehen sich um das Leben und Wirken außergewöhnlicher weiblicher Persönlichkeiten, die in Verbindung mit unseren Burgen, Schlössern und Residenzen stehen. Heute erzählt Kurator Sebastian Karnatz von Herzogin Hedwig, die vielen von der Landshuter Hochzeit bekannt sein dürfte. Doch wie verlief eigentlich das weitere Leben der polnischen Königstochter?

Elisabeth von Bayern Landshut

Schön? Stark! Kurfürstin Elisabeth von Bayern-Landshut zwischen Franken und Brandenburg

Sie waren nicht nur Mütter, Schwestern und Gattinnen – sie waren Herrscherinnen, Bauherrinnen, Diplomatinnen und lenkten die Geschicke ihrer Familien: Die Rede ist von Frauen am Hof! Wir widmen uns in diesem Jahr im Rahmen einer größeren Blogreihe einigen heute leider wenig bekannten Damen der bayerischen Geschichte. Die Beiträge drehen sich um das Leben und Wirken außergewöhnlicher weiblicher Persönlichkeiten, die in Verbindung mit unseren Burgen, Schlössern und Residenzen stehen. Den Anfang macht unsere Museumsreferentin Uta Piereth, die in ihrem Beitrag über das Leben von Elisabeth von Bayern-Landshut berichtet.