Alle Artikel mit dem Schlagwort: Frauen am Hof

Sie waren nicht nur Mütter, Schwestern und Gattinnen – sie waren Herrscherinnen, Bauherrinnen, Diplomatinnen und lenkten die Geschicke ihrer Familien: Die Rede ist von Frauen am Hof! Wir widmen uns in diesem Jahr im Rahmen einer größeren Blogreihe einigen heute leider wenig bekannten Damen der bayerischen Geschichte. Die Beiträge drehen sich um das Leben und Wirken außergewöhnlicher weiblicher Persönlichkeiten, die in Verbindung mit unseren Burgen, Schlössern und Residenzen stehen.

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Goldene Wagen, Frauenzimmer und jede Menge Pferde: Der Standard fürstlicher Hochzeiten im Spätmittelalter

„Am Sonntag kommt man und am Montag sticht man, am Dienstag rennt man und am Mittwoch zieht man fort.“ Mit diesen lapidaren Worten fasste Albrecht Achilles von Brandenburg (1414–1486) spätmittelalterliche Fürstenhochzeiten zusammen und zeigte damit deutlich, was ihm – und wohl vielen Herren – am wichtigsten war, doch spiegelt es nicht ansatzweise den Aufwand wider, der für solche Feste betrieben wurde, auch und gerade von Albrecht Achilles.

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Hinter verschlossenen Türen? – Beilager, Schwangerschaft und Damenhygiene

„… am Morgen, als wir sie das erste Mal beschlafen hatten …“, so schrieb Friedrich von Brandenburg (1424–1463) im Februar 1449, am Tag nach seiner Hochzeit mit Agnes von Pommern (1434–1512). Dabei handelt es sich keineswegs um einen Tagebucheintrag oder einen intimen Privatbrief, sondern um ein höchst offizielles Dokument, das eine Besitzüberschreibung fixiert. Vereinzelt legen schriftliche Quellen und Abbildungen nahe, dass beim Vollzug der Ehe – also dem ersten Geschlechtsverkehr des fürstlichen Hochzeitspaars – Zeugen anwesend waren. Aber stimmt das wirklich?

Max Emanuel und die Frauen

„Ich brech‘ die Herzen der stolzesten Frauen…“ – oder auch nicht: Frauen an der Seite Max Emanuels

Nicht nur als emotionaler Politiker und lustvoller Bauherr ist unser diesjähriger Jubilar Kurfürst Max Emanuel (1661-1726) – vital und kaum gealtert – in die bayerische Landesgeschichte eingegangen. Sondern gleichfalls, glaubt man der willfährigen Göttin Fama, die in der Residenz, in Schleißheim oder Nymphenburg stets verliebt zu seinen Ehren in ihre Trompete stößt, als großer Frauenheld: Auch hinter Alkovenvorhängen sei der Wittelsbacher, wie auf den Schlachtfeldern der Türkenkriege, stets heroischer Sieger geblieben – in vielfach wechselnden Konstellationen.

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Rebellion statt rote Rosen – Der Kampf um’s eigene Liebesglück der Barbara von Brandenburg

Gerade zum Valentinstag wird, egal ob über Plakate oder berührende Werbeclips, die Bedeutung der wahren Liebe propagiert, in zahlreichen Filmen und Serien wird sie dramatisch inszeniert. Ein Thema, das die Menschen seit jeher beschäftigt. Zu denken, dass es früher doch alles viel einfacher und nicht so verkopft gewesen wäre – vor allem bei den Prinzessinnen – ist weit an der Realität vorbei gedacht.

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Hergebrachte Geschichtsbilder weiten – ein Versuch im Berliner Humboldt Forum

Ein Gastbeitrag von Katja Gimpel und Alfred Hagemann, Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss // Der Name „Hohenzollern“ löst allerlei Assoziationen aus: Bilder von Uniformen und Pickelhauben, vielleicht auch von Sanssouci und dem flötenspielenden „Alten Fritz“ – Preußen eben. Es sind allesamt Bilder von Männern, die mit Vorliebe Friedrich, Wilhelm oder Friedrich Wilhelm hießen. Doch wer denkt bei den Hohenzollern an Barbara, an Anna oder Elisabeth, die im Fokus des Netzwerkprojekts WIRKSAM stehen?

Blick in die Ausstellung

Schönheit, Macht und Vorurteil – Ein Ausstellungsprojekt zwischen historischen Rollenerwartungen und aktuellem Genderdiskurs

Stellen wir uns Prinzessinnen, also hochadlige Frauen des 15. Jahrhunderts als passive Schönheiten vor, die still im Burgkämmerlein auf ihren Herrn warteten, dann sorgt Margarethe von Brandenburg (1412/13–1465) für die ein oder andere Überraschung. Mehr aber noch irritiert die Beschreibung eines Historikers, der sie als „ein großes, fettes, fleischiges und geiles Weib“ charakterisierte. Dagegen erhielt Margarethes Mutter, Elisabeth von Bayern-Landshut (1383–1442), später den Beinamen „die Schöne“. Wie kam es dazu?

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Frauenzimmer in Burghausen: Von der Forschung ins Museum

Ein Gastbeitrag von Christa Syrer (LMU München) // Studioausstellung „Frauenzimmer – Frauenhof“ Die malerisch auf einem Bergsporn hoch über der Altstadt von Burghausen thronende Burg Burghausen ist touristisch heute vor allem als „längste Burg der Welt“ bekannt. Fachleuten aus der Architekturgeschichte, Burgen- und Festungsforschung ist sie ein Begriff aufgrund ihrer historisch bedeutenden Wehranlagen des 15. und 16. Jahrhunderts.

Margarethe Hohenzollern

Margarethe von Brandenburg: Eine eigenwillige Hohenzollern-Prinzessin im Hofer Klarissenkloster

Ein Gastbeitrag von Dr. Magdalena Bayreuther (Museum Bayerisches Vogtland) im Rahmen des Projekts „WIRKSAM. Frauennetzwerke der Hohenzollern im Spätmittelalter“ // Wer kennt sie nicht, die zahlreichen Geschichten, in denen junge Frauen gegen ihren Willen ins Kloster gehen mussten und für immer hinter den hohen Mauern verschwanden? Dass ‚frau‘ in einem Kloster auf ungewöhnliche Handlungsspielräume stieß, wird dabei eher selten bedacht.