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Zum 150. Jubiläum der Grundsteinlegung Neuschwansteins eine Sonderausstellung: „Neuschwanstein neu entdeckt / recently discovered“

In diesem Jahr feiert das Traumschloss König Ludwigs II. (1845‒1886) ein rundes Jubiläum: Am 5. September 1869 kam es zur Grundsteinlegung der „Neuen Burg“, die somit in diesem Jahr 150 Jahre alt wird. Zu diesem Anlass wird im Schloss am 6. September 2019 die erste Ausstellung überhaupt eröffnet. In der zweimonatigen Sonderausstellung sind bisher größtenteils unveröffentlichte Entwürfe zu Bau und Ausstattung Neuschwansteins zu sehen.

studioausstellung herrenchiemsee

„Unbekanntes Neuschwanstein“ – Eine Sonderausstellung im König Ludwig II.-Museum

Von Dr. Uwe Gerd Schatz, red. Ann Katrin Schulte Die mittelalterliche Ritterkultur und Sagenwelt hat König Ludwig II. Zeit seines Lebens fasziniert. Tannhäuser, Parzival und Lohengrin dienten ihm seit seiner Jugend als Identifikationsfiguren. Diese Faszination lebte er in eindrucksvollem Maße bei der Innenausstattung seines  mittelalterlichen Bauprojektes aus: Schloss Neuschwanstein oder die „Neue Burg Hohenschwangau“, wie Ludwig sie nannte.

Neuschwanstein_Vorzimmer, elektrische Klingelanlage

Ludwigs modernes Mittelalter

Von Dr. Uwe Gerd Schatz, Kurator der Königsschlösser Historisch im Stil – modern in der Technik Hofsekretär Bürkel zitierte 1871 Ludwig II. über dessen Neue Burg: „Nach dem AH. Willen Seiner Majestät des Königs soll das neue Schloß im romanischen Stil gebaut werden. Da wir nun gegenwärtig 1871 schreiben, so sind wir über jene Zeitperiode, welche den romanischen Stil entstehen ließ, um Jahrhunderte hinausgerückt, und es kann doch wohl kein Zweifel darüber bestehen, daß die inzwischen gemachten Errungenschaften im Gebiet der Kunst und Wissenschaften uns auch bei dem unternommenen Bau zugut kommen müssen…; ebensowenig möchte ich zugeben, daß wir uns ganz in die alte Zeit zurückversetzen und auf Erfahrungen verzichten sollen, welche sicherlich schon damals verwertet worden wären, wenn sie bestanden hätten.“