Mit Feingefühl zu großer Wirkung – Die Restaurierung des Morgenländischen Baus in Sanspareil
Unter den Anwesen der Bayerischen Schlösserverwaltung gibt es einige, die in fremde Welten entführen und den damaligen Bauherren ebenso wie den heutigen Besucherinnen und Besuchern abwechslungsreiche, imaginäre Reisen in ferne Länder oder phantastische Sehnsuchtsorte ermöglichen. Allen voran kommen einem da die besonders strahlkräftigen Eskapaden des Märchenkönigs Ludwig II. von Bayern in den Sinn, der nicht nur das sagenumwobene Mittelalter, sondern auch den Orient kurzerhand in das bayerische Voralpenland versetzt hat. Aber auch die Bayreuther Schlösser und Gärten von Markgräfin Wilhelmine aus der Mitte des 18. Jahrhunderts stehen Ludwigs Traumwelten in Punkto Fantasie und Entrückung in keiner Hinsicht nach – in ihnen manifestiert sich die Vorstellungswelt der kunstsinnigen Bauherrin teils auf sehr individuelle Weise. So auch im Felsengarten von Sanspareil, in welchem die karstigen Felsformationen der Fränkischen Schweiz zu fernen griechischen Inseln und mythologischen Schauplätzen mutieren. Das Herzstück bildet der sog. Morgenländische Bau als zeremonielles Zentrum der Anlage.










