Alle Artikel mit dem Schlagwort: Bayreuth

Titelbild Opernhauswalk

Auf Wilhelmines Spuren beim #Opernhauswalk

Ob sich Giuseppe Galli Bibiena der – wie man heute so schön sagt – Instagrammability seiner Architektur bewusst war? Der damalige Stararchitekt wurde von Markgräfin Wilhelmine beauftragt, das Opernhaus anlässlich der Hochzeit ihrer einzigen Tochter Elisabeth Friederike Sophie zu erbauen. Letztes Jahr wurde das Gebäude nach einer langen Restaurierungsphase im April wiedereröffnet. Fast ein Jahr später, am 27. April 2019, verwandelten wir das Opernhaus während eines Instawalks in eine Spielwiese für Fotografen. #womanrising Doch was macht das Opernhaus in Bayreuth mit dem UNESCO-Welterbe-Status so einzigartig? Dahinter steckt das unerschöpfliche Engagement und das künstlerische Gespür einer ganz bestimmten Frau: Markgräfin Wilhelmine von Brandenburg-Bayreuth. Für die theater- und musikbegeisterte preußische Königstochter Wilhelmine war das Beste gerade gut genug. Als Architekten ihres neuen Opernhauses bestellte sie den europaweit führenden Theateringenieur Giuseppe Galli Bibiena und in weniger als vier Jahren entstand ein opulentes Logentheater ganz aus Holz und Leinwand. Die preußische Königstochter und Lieblingsschwester Friedrichs des Großen wählte die Oper zum wichtigsten Schauplatz ihrer höfischen Repräsentation. Musikalisch und künstlerisch hochbegabt verfasste sie selbst Libretti, komponierte und versammelte ein internationales …

Kostümbuch Erde Markgräfliches Opernhaus Bayreuth

Vom Buch auf die Bühne: Die Rekonstruktion zweier barocker Festkostüme

Von Cordula Mauß & Dorothea Nicolai Was wäre das barocke Theater ohne seine Kostüme? Und nicht nur das Theater: Ohne Verkleidungen ging in der barocken Hofkultur wenig: Ob Maskenbälle, Reiterspiele oder eben Theateraufführungen – kaum eine höfische Festlichkeit kam ohne Kostüme aus. Die Markgrafen von Bayreuth bildeten hier keine Ausnahme. Ein großer Liebhaber von Theateraufführungen und Karnevalsfesten war Markgraf Georg Wilhelm von Brandenburg-Bayreuth. Aus seiner kurzen Regierungszeit von 1712 bis 1726 sind ca. 50 Singspiele, Serenaden und Maskeraden überliefert, seine besondere Vorliebe galt der deutschsprachigen Oper – dem Singspiel – und dem Karneval. Ein besonders spektakuläres Theater ließ Georg Wilhelm in der von ihm bereits als Erbprinz errichteten Vorstadt St. Georgen nahe Bayreuth errichten. Neben seinem dortigen Schloss am „Brandenburger Weiher“ entstand ein (nicht erhaltener) Theaterbau, den man rückseitig öffnen konnte. So konnte der See in das Bühnenbild integriert werden. Dieser künstlich angelegte See diente auch als Schauplatz sogenannter Naumachien – nachgestellter Seeschlachten. „Neu-eröffneter Masquen-Saal…“ Kein Wunder, dass Markgraf Georg Wilhelm einen großen Fundus an Kostümen für allerlei Gelegenheiten besaß. Diese Kostüme waren häufig aus …

Fürstlich Feiern mit der Markgräfin Wilhelmine bei den Bayreuther Residenztagen

(Nicht nur die Residenz, auch die anderen von der Schlösserverwaltung betreuten Schlösser,Gärten und Monumente sind einen Besuch wert: Besonders lohnt sich diesen Herbst eine Reise nach Bayreuth zu den dortigen Residenztagen, die wir in unserem Gastbeitrag vorstellen!) Nicht nur die Wittelsbacher luden einst zu feierlichen Anlässen und Festlichkeiten an ihren Hof, z.B. in die Münchener Residenz – auch die Bayreuther Markgrafen wussten wahrhaft fürstliche Feste zu feiern. Warum sich also nicht einmal aus München heraus ins schöne Oberfranken begeben und mit der berühmten Markgräfin Wilhelmine und ihrem Hofstaat feiern?