Alle Artikel mit dem Schlagwort: Marstallmuseum

Mythos, Macht und Türkenbeute – Eine Sonderpräsentation im Nymphenburger Marstallmuseum

Zum 300. Todestag des Kurfürsten Max Emanuel von Bayern thematisiert eine kleine Sonderpräsentation im Nymphenburger Marstallmuseum die sogenannte Türkenbeute des Wittelsbachers, sowie den damit eng verbundenen Mythos des Türkensiegers. Ein prunkvolles Zaumzeug zusammen mit einem dazugehörigen Brustgurt und zwei goldene Pistolentaschen sind im Jubiläumsjahr im westlichen Flügel des Marstallmuseums zu sehen.

Restaurierungsarbeiten an Karl Theodors Gartenwagen mit Tretantrieb

Vom Staub befreit – Restaurierungsarbeiten an Karl Theodors einzigartigem Gartenwagen mit Tretantrieb

Seit März befindet sich ein außergewöhnliches Fahrzeug aus dem 18. Jahrhundert wieder im Marstallmuseum von Schloss Nymphenburg. Der zur Sammlung des historischen Marstalls gehörende Gartenwagen ähnelt stark dem sogenannten Park-Phaeton des technikbegeisterten Kurfürsten Karl Theodor. Der Unterschied: Während der Phaeton mit Pferdestärken angetrieben wurde, musste den Tretantrieb des Gartenwagens ein auf den Pedalen hinter dem Sitz stehender Lakai mit Muskelkraft in Bewegung setzen.

perlservice karl theodor

Das Perlservice und die Fusion der Porzellanmanufakturen Frankenthal und Nymphenburg

Als der pfälzische Kurfürst Karl Theodor 1777 durch Erbfall auch Kurfürst von Bayern wurde, musste er seinen Regierungssitz und seine Hofhaltung nach München verlegen. So wurde unter anderem Karl Theodors Haushalt nach München transportiert, mit allem, was der Monarch für seine Speisetafel brauchte, darunter auch zahlreiche kostbare Porzellane.

puttenschlitten ludwig II

„… der König von Bayern [hat] sich jetzt einen Schlitten bauen lassen, der an Pracht alle Schlitten der Welt überbietet.“

Vor 150 Jahren, im Dezember 1872, freute sich König Ludwig II. auf seinen frisch fertiggestellten goldenen Puttenschlitten. Leider wurde die Vorfreude auf sein königliches Weihnachtsgeschenk und damit auf eine romantische Schlittenfahrt in den Bergen – zunächst – getrübt. Wie es dazu kam und wann Ludwig II. dann doch seine erste Fahrt mit dem heute weltbekannten Schlitten machen konnte, interessierte schon damals die Zeitungsleser in Bayern und darüber hinaus.

Gala Wagen Ludwig II

„Die Sache mit dem goldenen Wagen soll ganz geheim gehalten werden“ – Der Fall Gmelch

Mit dem ersten Beitrag zur Verlobung Ludwigs II. haben wir unsere Serie „historische Presseschau“ rund um den berühmten bayerischen Monarchen eröffnet. Wir wollen darin auf unterhaltsame und teils unbekannte Seiten aus seinem Leben und Kunstschaffen blicken und nicht zuletzt auch auf die damals schon erstaunlich modernen journalistischen Methoden, wie über echte oder erfundene Sensationen berichtet wurde. Unser heutiges Thema: Der Fall Gmelch!

Ein Waldkauz aus Nymphenburger Porzellan

Die Museumsabteilung der Bayerischen Schlösserverwaltung konnte vor einiger Zeit einen fast lebensgroßen Waldkauz ankaufen. Der Porzellankauz, der 1915 in der Nymphenburger Porzellanmanufaktur gefertigt wurde, ist nun nach Nymphenburg zurückgekehrt. Als Keramikspezialistin freue ich mich ganz besonders über diesen hübschen, sehr gut erhaltenen Vogel. Seit Januar 2021 ist er in der Nymphenburger Porzellansammlung Bäuml im Obergeschoß des Marstallmuseums ausgestellt, wo er dem anderen Federvieh beste Gesellschaft leistet. 2017 wurde der Waldkauz übrigens zum Vogel des Jahres gekürt.

Hofreitschule München Marstallplatz

Eine Hofreitschule zum Geburtstag – oder der verschwundene Marstallplatz

Im 18. Jahrhundert entwickelte sich der Marstallplatz im Osten der Münchner Residenz zu einem neuen Zentrum der Fahr- und Reitkultur des Münchner Hofs. Auf einer Fläche, beinahe so groß wie die gesamte Münchner Residenz, waren hier die Stallungen, Wagenhäuser, Geschirr- und Sattelkammern und Wohnungen für das Personal untergebracht. Die Hofstallung aus dem 16. Jahrhundert, die zwischen dem Alten Hof und der Oper liegt, war längst zu klein geworden.